|
- |
Aloisius-Schützenkönig 2008
|
 |
Raphael Mausberg
Am 7. Juni 2008
um 12.45 Uhr
erlegte er den Königsvogel
mit
dem 229. Schuss. |
Ein neuer König der Aloisius-Jugend
von Alfred Oppenhoff
Ungewöhnlich lange zog sich am Samstag
in Ahrweiler der Wettstreit der drei Kandidaten um die Würde des Königs der
Aloisius-Jugend hin. Um 11,00 wurde der erste Schuss auf den Königsvogel hoch
auf der Stange abgegeben und 12,45 Uhr war es, als der Beifall auf dem Schulhof
der Aloisius-Schule aufbrandete: Raphael Mausberg hatte mit dem insgesamt 229.
Schuss der Armbrust, der im Wettkampf abgefeuert wurde, den Rest des arg
gerupften hölzernen Vogels von der Stange geholt.
Es war ein spannender und immer fairer Wettstreit gewesen, den sich die drei
Kandidaten um die Königswürde der traditionsreichen Schützengesellschaft der
jüngsten unter den Ahrweiler Schützen auf dem Schulhof der Schule lieferten. In
der ausgelosten Reihenfolge: Michael Groß (11 Jahre alt, von der Walporzheimer
Straße und Sohn von Udo Groß), Raphael Mausberg (12 Jahre. Elligstraße, Sohn von
Andrea Mausberg) und Christian Berbig (13 Jahre, Bossardstraße, Sohn von Michael
Berig) – Alle drei jungen Schützen waren zielsicher, erzielten zahlreiche
Treffer, wobei auch Bestecke – Kopf, Hals Flügel u.s,w. – fielen doch den
entscheidenden 229. Schuss, der den Rumpf des Vogels von der Stange fegte, tat
Raphael. Damit war aus dem jungen Flötisten im Tambourcorps ein
Aloisius-Schützenkönig geworden.
Während Rektor und Vereinsvorsitzender Wolfgang Heuft verkündete „Wir haben
einen neuen König! Es ist Raphael Mausberg“, schmückte diesen der in diesem
Augenblick endgültig abtretende König des Vorjahres, Jan Diewald, mit den
Insignien der soeben errungenen Würde, der Königskette und dem Zepter.
Zu den ersten Gratulanten zählten natürlich die Mutter Andrea Mausberg und die
Oma Magdalene Mausberg, die ganz stolz auf ihren Enkel ist. Herzliche
Glückwünsche gab es auf dem Schulhof natürlich auch von den
Vorstands-mitgliedern der Aloisius-Jugend, Bürgermeister Hans-Ulrich Tappe,
Ortsvorsteher Horst Gies, Hutenmeister Michael Geschier der Niederhut, den
Hauptleuten und Königen der Bürger- und der Junggesellenschützen, und den
zahlreichen anwesenden Ehrengästen , Vertretern der Kirche und anderer Schulen
im Stadtgebiet, Nachbarn und Freunden.
Mit klingendem Spiel des Tambourcorps, unter dem Kommando von Hauptmann
Christian Berbig geleiteten die Aloisius-Jungen ihren neuen König zur Stadt zum
festlichen Einzug durch das Ahrtor, unter den Klängen von „Tochter Zion“, dem
festlichen Geläut der St. Laurentius-Kirche und dem Beifall vieler Bürger ganz
in der Tradition aller Ahrweiler Schützengesellschaften.
Im weiteren Verlauf des Tages stellten die jungen Schützen ihren neuen König
zunächst beim Pfarrherrn Dechant Jörg Meyrer, vor. Die weiteren offiziellen
Vorstellungen waren beim Stadtoberhaupt Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Tappe und,
nach dem gemeinsamen Mittagessen, bei den Hauptleuten und Königen der Bürger-
und der Junggesellenschützen, Willi Busch und Kurt Pantenburg sowie Peter
Ropertz und Andreas Graf.
Traditionell führte der Weg der Aloisius-Jungen auch auf den Calvarienberg zu
den Ursulinenschwestern und Rektor Dr, Hans Kuhn, der die die Jungen recht
herzlich begrüßte. Mit der Parade vor den gastgebenden Ursulinen legten die
jungen Schützen Ehre ein. Sie begleitet hatten Abordnungen verschiedener
Jubiläumsjahrgänge der Aloisius-Jugend, die auch ihrerseits zeigten, dass sie
das Paradieren noch nicht verlernt haben. Die Aloisius-Jungen feierten ihren
neuen König, nach einem kurzen Umzug in Verbindung mit dem Rückweg vom
Calvarienberg, in der Zehntscheuer.
Dieser Samstag hatte zunächst mit dem Wecken, dem Abholen des noch amtierenden
Königs sowie dem gemeinsamen Besuch des Festgottesdienstes zusammen mit den
Schülerinnen und Schülern der Aloisius-Schule begonnen. Auf dem Weg von der
Kirche zur Schule legten die Schützen eine Gedenkminute für Peter Friedhofen am
Obertor ein, um nach dem Eintreffen auf dem Schulhof und kurzer Frühstückspause
mit dem Königsvogelschießen zu beginnen.
Die übrigen Schülerinnen und Schüler feierten unterdessen auf einem Teil des
Schulhofes und im Schulgebäude selbst ihr Schulfest, das sie unter dem Motto „25
Jahre in diesem Schulhaus“ in der vorauf gegangenen Projektwoche vorbereitet
hatten. Im Jahre 1983 war die Aloisius-Grundschule aus den damaligen Gebäuden
rund um den Weißen Turm an der Wolfsgasse in die jetzigen Schulgebäude
umgezogen, die zuvor renoviert und um eine Sporthalle ergänzt worden waren.
Der Schulchor
eröffnete mit seinem Vortrag das Schulfest, wobei er mit seinen Liedvorträgen
daran erinnerte, dass am gleichen Tage die Spiele um die
Fußball-Europa-Meisterschaft begannen. Mit einem weiteren Liedvortrag schloss
sich eine Grundschulklasse an, wobei diese hofft, dass ihr Lied „Wir sind die
Kinder der Aloisius-Schule“ so gut gefällt, dass es einmal das Lied ihrer Schule
wird. Mit Ausstellungen und Vorführungen, Verkaufs- und Mitmachaktionen gab es
ein abwechslungsreiches Programm beim Schulfest, um für jeden etwas zu bieten.
Auch der Förderverein und verschiedene Eltern halfen bei diesem Schulfest wieder
kräftig mit und brachten es so zu einer erfolgreichen Veranstaltung. |