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Aloisius-Lied

2. Wer als Christ
Dich lernte kennen, o, dem schwebt Dein reines Bild,
hört er Deinen Namen nennen, lieblich vor und engelmild.
Lieblich zu dem Herzen dränget ein an Dich gesandter Gruß,
wie ein reines Glöcklein klinget, heil'ger Aloisius.
3. Eine stolze
Grafenkrone gabst Du freud'gen Herzens hin,
nur ein Platz an Gottes Throne schien Dir würdiger Gewinn.
Die Juwelen, die Du liebtest, prangten nicht am Fürstenkleid,
Tugend war es, die Du übtest, Demut und Bescheidenheit
4. Schönste Blüte
einer Seele, dieser Erde anvertraut,
dass das Lamm sie auserwähle, das vom Berg des Lebens schaut.
Aloisi, lass mich blicken, in Dein strahlenreiches Herz,
dass mich, selig von Entzücken, Sehnsucht trage himmelwärts.
5. An Gonzagas
Fürstenthrone aufgeblüht als erster Sohn,
gabst dem Bruder Du die Krone, hörtest nicht auf Reiz und Hohn.
Wolltest arm auf Erden scheinen, um im Himmel reich zu sein,
wolltest hier viel Tränen weinen um Dich ewig dort zu freu'n.
6. Alle Lockung
falscher Triebe ging wie Schatten Dir vorbei.
Stets blieb Keuschheit Deine Liebe und der Stern für Deine Treu',
und so bargst Du Deine Jugend frisch und voll und unentweiht,
an der Stätte stiller Jugend, in des Klosters Einsamkeit.
7. Hold und zarter
als im Moose duftend die Viole blüht,
zwischen Dornen eine Rose, von des Himmels Lieb' erglüht.
Reiner als die Lilienblüte, weißer als der frische Schnee,
blieb auf Erden Dein Gemüte, gleich der Sonne in der Höh'!
Den Inhalt dieser Seite stellte Rolf Letzel
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