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Der Weiße Turm
ist das älteste Gebäude in Ahrweiler. Vermutlich stand
hier schon ein fränkischer Hof. Der Weiße Turm gehörte
zu den Adelslehen des Klosters Prüm und hat in den
nachfolgenden Jahrhunderten öfters den Besitzer
gewechselt. In seiner jetzigen Gestalt handelt es sich
um ein dreigeschossiges Turmhaus des 14. bis 15
Jahrhunderts mit rechteckigen Fenstern, die um 1700
eingebrochen wurden. Die Turmhaube ist barocken
Ursprungs. In den
geschichtsträchtigen Räumen des "Weißen Turms"
befindet sich seit 1906/1907 ein kleines Museum, dessen
Sammlungsgebiete sich mit der Geschichte und Kultur der Stadt
Ahrweiler und des Ahrtals beschäftigen. Anfangs als "Ahrgau-Museum"
gegründet, wird es seit seiner Wiedereröffnung 1993 als
"Museum der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler" fortgeführt.
Das ist insofern von Bedeutung, als der Gast nun im Gegensatz zu
früher auch etwas über den Stadtteil Bad Neuenahr mit seinen
Quellen und Kuranlagen erfährt.
Die ständige
Sammlung umfasst die Themen:
"Städtisches Leben im mittelalterlichen
Ahrweiler"
"Bad Neuenahr - eine Kurstadt im 19. Jahrhundert"
"Ahrtourismus"
hinzu kommen
Skulpturen, Gemälde und volkskundliche Zeugnisse und
zahlreiche Wechselausstellungen mit Rahmenprogramm.
Darüber
hinaus birgt das Museum einen spektakulären Fund einer spätbarocken
Hauskapelle, die im Zuge der Sanierungsarbeiten am Turm
1991/1992 entdeckt und restauriert worden ist. Mittelpunkt der
Kapelle ist die gut erhaltene Plastik des hl. Hermann Josef aus
Stuck mit originaler barocker Oberfläche.
Großer
Wert wird auf das Wohlbefinden des Gastes gelegt. Kinder und
Familien werden mit einem Drachensuchspiel durch die Sammlung
geleitet, wobei am Ende des Spiels auf die Kinder eine kleine Überraschung
wartet. |