Studienfahrt des Heimatvereins 2018

Fahrt des Heimatvereins Alt-Ahrweiler 2018 nach Lüneburg, Celle und die Heideklöster
Reiseleitung Karl Heinen

1. Tag, Sonntag, den 3. Juni 2018 - Hinfahrt
Schützenfest war gerade vorüber, die Schützenröcke noch nicht im Schrank, als zu früher Stunde am Sonntagmorgen 29 Teilnehmer mit gepackten Koffern ihren Bus erwarteten, um an der diesjährigen Bildungsreise des Heimatvereins Alt-Ahrweiler teilzunehmen. Pünktlich wurden alle an den verschiedenen Haltepunkten von Stefan Kürsten, unserem schon bekannten und erfahrenen Busfahrer von der Firma Alfredo Reisen, abgeholt. Schnell waren die Koffer und Taschen verpackt, so dass unsere Fahrt in den Norden starten konnte.
Unterwegs wurde hinter Dortmund eine ausgiebige Frühstückspause eingelegt. Auf einem Tisch bereitete Stefan für uns ein „Frühstücksbuffet“ mit belegten Broten, hartgekochten Eiern und anderem. Wir ließen uns den heißen Kaffee schmecken. Hier hatten die Teilnehmer auch Zeit, sich freudig zu begrüßen, kannten sich doch viele bereits aus dem Vorjahr, aber auch die „Neuen“ wurden rasch eingebunden.
Zu Mittag erreichte unser Bus das Steinhuder Meer, dem größten See Norddeutschlands, der seinem Namen als „Meer“ alle Ehre macht. Hier konnten alle Teilnehmer sich in Ruhe die Beine vertreten, das gute Frühsommerwetter und die Seeluft genießen, sich ein Fischbrötchen schmecken lassen und sich auf den Urlaub einstimmen.
Gegen 16:30 Uhr erreichte unser Bus dann das Ziel unserer Reise, die alte Hansestadt Lüneburg. Wir bezogen unsere Zimmer im Seminaris-Hotel am Stadtring. Das direkt am Kurpark gelegene Hotel, in Fußnähe zur Altstadt, erwies sich - trotz Bauarbeiten am benachbarten Solebad - als perfekter Ausgangspunkt für die täglichen und abendlichen Aktivitäten.
Abends gab es ein sehr gutes Begrüßungsessen in unserem Hotel und anschließend ging eine Gruppe von uns bereits auf Erkundungstour in die Innenstadt und fanden Unterschlupf im Brauhaus „Krone“, das wegen der schmackhaften Kaltgetränke und des sehr guten Services zu einer Art „Hofburg“ unserer Gruppe wurde. Eine andere Gruppe genoss den Sommerabend auf der Hotelterrasse mit Blick in den Stadtpark, während wieder andere - nicht als Gruppe - ihr Zimmer aufsuchten, um sich von der Fahrt zu erholen. Schon am ersten Abend war die Stimmung sehr fröhlich und herzlich.

2. Tag, Montag, den 4. Juni 2018 - Lüneburg und Ausflug in die Lüneburger Heide
Nach einer erholsamen Nacht und einer guten Stärkung am Frühstücksbüffet begann der heutige Tag mit einer ausführlichen Stadtführung durch das schöne Lüneburg. Die Stadtführerin begrüßte uns am Hotel und leitete unseren Bus direkt in das Herz der mittelalterlichen Stadt, nämlich zum Marktplatz mit dem imposanten Rathaus. Lüneburg ist berühmt für seine historische Bausubstanz, die zum Glück im letzten Krieg nicht zerstört wurde. Backsteingiebelhäuser und schöne gotische Backsteinkirchen säumen die Plätze und Gassen. Unsere Führung begann am Rathaus, das über 5 Jahrhunderte immer weiter ausgebaut wurde, und so von der Gotik über die Renaissance bis hin zum Barock ein Modell zur Stilkunde abgibt. Viel Eigentümliches gab es bei der Führung zu entdecken, von den Häusern und der Kirche, die im Michaelisviertel wegen des Salzabbaus in der Erde versinken, „schwangere“ Häuser, die gotische Nicolai Kirche oder der alte Kran im Wasserviertel am Ufer der Ilmenau. Die Herzen mancher TV-Zuschauer schlugen höher, als wir den Drehort der Fernsehserie „Rote Rosen“ passierten, der im Original und ohne Medienpräsenz noch viel ansprechender aussieht und zum Verweilen am Hafenbecken einlädt. Der ganzen Stadt merkt man immer noch den großen Reichtum an, der bis ins    18 Jahrhundert das Stadtsäckel gut füllte und manchen Bürgerstolz in Form der Häuser entstehen ließ.
 
Nach gut zwei Stunden folgte die verdiente Mittagspause im Stadtzentrum.
Erneut gestärkt wurden wir am frühen Nachmittag mit unserem Bus nach Undeloh chauffiert, einem kleinen Ort mitten in der Lüneburger Heide. Mit zwei Kutschen ging es dann 1 ½ Stunden durch die wunderschöne Heidelandschaft, zum Heideort Wilsede, mit seinen heidetypischen Häusern. Hier gab es die Gelegenheit, den schönen kleinen Ort, dem Totengrund und dem Museum zu erkunden. oder in einem der schönen Cafés einzukehren. Anschließend ging es wieder per Kutsche zurück nach Undeloh. Carlos hielt die Zügel fest in der Hand und machte seinen Kutscherschein, es wurde gesungen und so manche Heitschnucke beobachtet. Wieder in Undeloh konnte man dem leckeren Buchweizenkuchen einfach nicht widerstehen, bevor wir die Rückfahrt nach Lüneburg antraten. Gut gelaunt kehrten wir nach einen erlebnisreichen Tag in unser Hotel zurück, wo wir uns das Abendessen schmecken ließen. Es folgte für die Nachtschwärmer noch ein Bummel durch die Stadt, jetzt kannten wir uns aus und der Biergarten am Hafen der Ilmenau lockte doch zu sehr…der Gute-Nacht-Trunk wurde natürlich wieder in der „Krone“ genommen.

3. Tag, Dienstag, den 5. Juni 2018 - Ausflug zu den Heideklöstern
Der Schwerpunkt dieses Tages lag auf den berühmten Heideklöstern. Nach dem wieder sehr guten Frühstück fuhren wir zuerst zum ehemaligen Prämonstratenserkloster Ebstorf aus dem 12. Jahrhundert, das nach der Reformation zu einem evangelischen Frauenkloster umgewandelt wurde. Bis heute leben hier evangelische Frauen unter einer Äbtissin. Dort erlebten wir eine sehr ausführliche Führung durch die gut erhaltenen Klosterbauten und die Klosterkirche mit der Nonnenempore. Geführt wurden wir durch eine Stiftsdame, die uns auch viel über das Leben von heute in der Gemeinschaft erzählte. Berühmt ist dieses Kloster für die Ebstorfer Weltkarte aus dem 13. Jahrhundert mit Jerusalem als Mittelpunkt der Welt. Leider ist nach dem 2. Weltkrieg nur noch eine Reproduktion erhalten, und doch ist die gut 3,5 Meter große Karte sehr beeindruckend. Man kommt nicht umhin auf ihr unser Rheinland mit Aachen und Köln zu suchen.
Unser Fahrer Stefan wollte schon eine Vermisstenanzeige aufgeben, da die Führung so lange dauerte. Vor dem Kloster wurden noch einige Gruppenfotos gemacht, bevor wir zur Mittagspause nach Lüneburg zurückkehrten.
Nachmittags stand dann das zweite Heidekloster auf dem Programm, das Kloster Lüne. Auch dieses Kloster, ein ehemaliges Benediktinerinnenkloster, ist heute ein evangelisches Damenstift, das lange der Versorgung unverheirateter adeliger Damen des Umlandes von Lüneburg diente. Bis heute wird es von einer adeligen Äbtissin geleitet. Auch dieses mittelalterliche Kleinod lernten wir mit einer sehr guten Führung kennen. Neben der Backsteingotik, der schmucken Klosterkirche mit Schnitzaltar und Nonnenempore und dem bunt bemalten Sommerrempter ist dieses Kloster besonders für seine feinen Textilarbeiten und die kunstvolle Stickkunst berühmt.
Nach soviel Kultur ging es wieder nach Lüneburg zurück. Einige nutzen die freie Zeit für eigenständige Erkundungen der Stadt, andere gönnten sich im Hotel ein Ruhepäuschen, denn an diesem Abend fand das gemeinsame Abendessen im Hof des „Alten Brauhauses“ statt. Auch dieses Brauhaus hat den Charme der vergangen Jahrhunderte, werden hier doch bereits seit über 500 Jahren Gäste bewirtet. Hier hatten wir auch die Gelegenheit, unsere Bekanntschaft mit den Heidschnucken jenseits der Heide zu vertiefen.
Es war wieder ein ausgesprochen gelungener Tag, zumal Petrus es während der ganzen Reise sehr gut mit seinen Ahrweilern meinte, ja wenn Engel reisen…..

4. Tag, Mittwoch, den 6. Juni 2018 - Ausflug nach Celle
Der Mittwoch führte uns, nach dem schönen Frühstück in netter Gesellschaft, in die alte Braunschweig‘sche Residenzstadt Celle. Die Fahrt mit dem Bus war ein wenig zeitaufwändiger als geplant, da eine Umleitung in die andere mündete, aber Stefan steuerte sicher den Bus und wir kamen noch relativ pünktlich in Celle an. Dort wurden wir sogleich vom städtischen Gästeführer begrüßt, der uns einen Einblick in die Geschichte der Stadt bot und uns durch das Stadtzentrum führte. Das Stadtbild ist ganz anders als in Lüneburg, dort Bachsteinhäuser aus dem Mittelalter, hier Fachwerkpracht aus dem 16. Jahrhundert. Zum Glück hat auch diese Stadt den 2. Weltkrieg unbeschadet überstanden. Auch das Rathaus im Stil der Weserrenaissance ist eine Sehenswürdigkeit. Es folgte die Mittagspause mit Zeit zum Essen und zum Bummeln, einige bestiegen den 74 Meter hohen Turm der Stadtkirche St. Marien, um den Ausblick über die Stadt zu genießen. Die Kirche selbst ist auch ausgesprochen sehenswert, zumal in ihr die Gruft der Welfen zu finden ist.
Nachmittags trafen wir uns dann alle am berühmten Celler Schloss, einem Hauptwerk der deutschen Renaissance. Auf mittelalterlichen Grundmauern entstand über die Jahrhunderte die beeindruckende Vierflügelanlage in der bis 1705 die Herzöge von Lüneburg residierten. Während einer einstündigen Führung erkundeten wir die gut erhaltenen Staatsgemächer dieses Schlosses samt dem Schlosstheater    – ein wahres Schmuckstück.
Nachdem weitere Gruppenfotos gemacht wurden, traten wir die Fahrt zurück nach Lüneburg an. Heute wurde wieder in unserem Hotel zu Abend gegessen und anschließend verbrachten einige Teilnehmer auf der Hotelterrasse den Abend während es andere wieder in die Gassen der historischen Altstadt zog, wo der Tag gutgelaunt beendet wurde.

5. Tag, Donnerstag, den 7.Juni 2018 - Ausflug Schiffshebewerk Scharnebeck
Der fünfte Tag unserer Reise bot mit Sicherheit für die Technik-Interessierten einen Höhepunkt, denn es ging nach dem Frühstück zum Schiffshebewerk Scharnebeck am Elbe-Seitenkanal, welcher die Elbe mit dem Mittellandkanal verbindet. Dieses beeindruckende Schiffshebewerk war bei seiner Erbauung (1974) das weltgrößte Hebewerk dieser Art und ist immer noch ein sehenswertes Technik-Schauspiel. Wir erhielten eine ausführliche Führung durch einen früheren Mitarbeiter dieses Werks. 100 Meter lange Schiffskähne können in die Tröge einfahren und innerhalb von 15 Minuten einen Höhenunterschied von 38 Meter überwinden, wo bei der Hebevorgang (immerhin 12.000 Tonnen) selbst nur 3 Minuten dauert. Nach der kurzweilig vermittelten Theorie galt es die Praxis zu erproben. So schloss sich der Führung eine eineinhalbstündige Schiffsfahrt durch das Hebewerk an, ein tolles Erlebnis gerade auch bei diesem Sommerwetter.
Anschließend ging es zurück nach Lüneburg, wo der Nachmittag zur freien Verfügung stand. Einige unermüdliche Teilnehmer nutzten die Zeit, um noch an einer Führung durch das prächtige Rathaus mit dem Fürstensaal, der „Großen Ratsstube“, der „Alten Kanzlei“ und dem „Alten Archiv“ teilzunehmen. Besonders beeindruckend dabei die bunt ausgemalte Gerichtslaube von 1328. So bietet Lüneburg viele Plätze und Ecken, die man auf eigene Faust erkunden kann. Unser Abschlussabendessen gab es in unserem Hotel, das sich durch eine sehr gute Küche auszeichnete. Auch dieser schöne Tag wurde in geselligen Runden auf der Hotelterrasse bzw. in der Altstadt am Brauhaus „Krone“ feuchtfröhlich beendet.

6. Tag, Freitag, den 8. Juni 2018 - Kloster Wienhausen und Rückreise
Heute hieß es Abschied nehmen vom schönen Lüneburg und der Heide. Pünktlich um 8:30 Uhr waren die Koffer verstaut und alle an Bord. Ein Trostpflaster für uns war aber dann noch der Besuch im Kloster Wienhausen, einer Perle der Backsteingotik. Dieses ehemalige Zisterzienserinnenkloster ist berühmt für seine phantastischen flächendeckenden Malereien im Nonnenchor, der wiederum einer der bemerkenswertesten gotischen Sakralbauten Deutschlands überhaupt ist. Kloster Wienhausen ist ebenfalls bis heute ein evangelisches Frauenstift. Berühmt sind zudem die Bildteppiche aus dem 14. und dem 15. Jahrhundert. Auch hier kamen wir in den Genuss einer ausführlichen sehr guten Führung.
LueneburgUnser Busfahrer Stefan wurde schon wieder leicht unruhig, da die Gruppe sich so lange in dem Kloster aufhielt und doch noch die Rückfahrt nach Ahrweiler auf dem Programm stand. Doch bald darauf konnten wir starten, alle ganz voll von den Erlebnissen dieser Tour. Nach einer längeren Mittagspause brachte uns Stefan wieder sicher in die Heimat zurück, die wir gegen 19:00 Uhr erreichten.
Eine schöne Fahrt liegt hinter uns. Schöne Städte, einsame Klöster, Schloss Celle, die Heidschnucken – alles wurde besucht, alles war beeindruckend schön. Besonders beeindruckend aber war wieder die harmonische Atmosphäre unserer Gruppe, es wurde gesungen und gelacht, alle wurden eingebunden und trotzdem hatte auch jeder seine Freiheit.
Und so freuen sich bestimmt schon viele wieder auf das kommenden Jahr, wenn es wieder heißt: „Der Heimatverein lädt ein zu seiner Bildungsreise nach …“

Heimatverein "Alt-Ahrweiler" lud zur Mühlenwanderung ein

Heinz Schönewald führte die Besucher quer durch Ahrweiler

2018 MW1Ausgehend vom Ahrweiler Winzerverein am Kautenturm führte der Tourismusexperte und Heimatforscher Heinz Schönewald am 07.07.2018 auf Einladung des Helmatvereins "Alt-­Ahrweiler" 14 Mühleninteressierte bei strahlendem Sonnenschein quer durch Ahrweiler zu den Standorten 12 ehemaliger Mühlen der Rotweinmetropole.
In seinen Begrüßungsworten betonte Schönewald: "Glück zu" lautet die traditionelle Grußformel der Müller. Der Gruß geht auf die Wandertätigkeit der Müllergesellen zurück, die das Glück sprichwörtlich von einer Mühle zur nächsten tragen sollten, also ein "Glückwunsch" im wahrsten Sinne des Wortes. Dies galt als Schutz vor Unwetter, Missernte, Brand etc." Unter den Gästen war auch der Ahrweiler Auor Hans Georg Klein, der das Thema Mühlen schon in sei­nem Buch "Adels-, Klosterhöfe und Mühlen in Ahrweiler" 2012 bearbeitete.
An der westlichs­ten oder obersten Mühle von Ahrweiler, der Pfahls Mühle oder Ehrenwall'schen Mühle, erläuterte Schönewald die generellen Pflichten von Mühlenbesitzern und -pächtern: "Die Mühlenbesitzer hatten sich um das Mahlwerk, den Wellbaum, den Mühlstein, das Rad und das Wasserbett zu kümmern. Die Mühlenpächter hatten sich zu kümmern, dass die Mühle in Dach und Gefach instand gehalten wurde, Kämme und Stäbe in gangbarem Zustand waren und sie hatten die dort anfallenden Schwapen abzustechen. Auch die Mühlsteine mussten vom Müller laufend "geschärft" werden. Mit "Picke" und "Kranshammer" mussten die Furchen im Mühlestein regelmäßig erneuert werden, wenn diese verschlissen waren. Die Müller mussten die zu mahlende Frucht beim Bauern abholen und gemahlen wieder zurückbringen. Dies geschah per Pferd, Esel oder Maultier oder mit einer Kuh. Im Ausgleich durften die Müller auf dem Green, auf einer Wiese rechts der Ahr, die Tiere kostenfrei weiden lassen. Jede Mühle beschäftigte einen oder mehrere Mühlknechte, deren Aufgabe es war, die Pferde oder Esel anzutreiben und die Mehlsäcke auf- und abzuladen. Die Wassermühlen waren im Besitz adliger Familien oder von Klöstern. Die Abgaben des Müllers an den Grundherrn bestanden aus einem feststehenden Teil des gemahlenen Getreides. Schönewald merkte am Rande an, dass Müller mit 9,5 Prozent der häufigste Namen in Deutschland ist. 893 wird im Prümer Urbar keine Mühle in Ahrweiler erwähnt. Hingegen ist für Pützfeld, die damit die älteste Mühle im Ahrlal überhaupt ist, eine Mühle 893 genannt. Schönewald erklärte auch die Bezahlung der Müller: Pro Malter (ca. 109 Liter) des gemahlenem Getreides erhielt der Müller ein Mühlfass zugestanden. Dies waren etwa 1 /48 des Mahlguts oder 6 bis 7 Pfund Mehl pro Malter. Zur Abmessung des Malters hatte sich der Müller einer besonderen Messschüssel zu bedienen. Es war genau festgelegt, was die Müller für ihr Vieh verwenden durften und auch wie viele Tiere jedem Müller zur Haltung zustanden. In der Viehhaltung war somit der Müller sehr eingeschränkt. "Müllers Kuh oder Müllers Esel" weideten oftmals auf privatem oder städtischem Grund, wofür der Müller bestraft wurde. 1611 wurde den Müllern in Ahrweiler gegen jährliche Zahlung von 1 rtlr. in die Stadtkasse der Wachdienst künftig erlassen.
Auch über besondere Rechte dozierte Schönewald: "Manche Mühlen besaßen im Mittelalter Privatrechte. So hatte die Bannmühle tlw. Asylrecht, das heißt: Sie konnte einem flüchtigen Verdächtigen zeitweise Schutz vor Verfolgungen und Festnahme gewähren. Meist waren dies 6 Wochen und 3 Tage." Die Pfahls Mühle oder Ehrenwall'sche Mühle war eine sogenannte Beutelmühle, da das Mehl in dieser Mühle nicht nur gemahlen , sondern auch gesiebt (gebeutelt) wurde. Zum Auffangen des verschieden feinen Mehls war an der Mühle ein großer Beutel mit unterschiedlich starken Stoffeinsätzen angebracht. Bevor der sog. Beutelkasten erfunden wurde, musste das Mehl von Hand gesiebt (gebeutelt) werden.
2018 MW21888 wurde die Mühle durch einen Brand beschädigt, übrigens der erste Einsatz der neu gegründeten FFW Ahrweiler. Erhalten ist in der Mühle noch der Brunnen , der von der Ehrenwall'schen Klinik heute als Brauchwasserzufuhr dient. Um 1906 wurde die Mühle von Dr. med. Carl von Ehrenwall gepachtet, der hier die erste Dampfmaschine zur Stromerzeugung für seine Kuranstalt einbauen ließ. Die Ehrenwall'sche Kuranstalt verfügte bereits im selben Jahr über elektrischen Strom. Mit dem Strom der Klinik wurde auch die Ahrweiler Straßenbeleuchtung und die Elektrische Gleislose Bahn betrieben. 1922 wurde eine neue Turbine angeschafft. Schönewald erklärte, dass es neben den Getreidemühlen in Ahrweiler auch Ölmühlen und Lohmühlen gab. Ölmühlen oder Olligsmühlen gewannen durch Stampfen und Pressen aus Raps, Walnüssen und Bucheckern das wertvolle Öl. Pflanzenöl diente als Küchenfett, zur Herstellung von Salben, als Brennstoff für Öllampen , als Anslreichmittel , zum Einfetten von Wolle und Leder, zum Löten, Härten von Stahl und zur Seifenherstellung . Die Rückstände der Ölbereitung bildeten als sog . Ölkuchen ein wertvolles Futtermittel. Lohmühlen mahlten die Rinde (Lohe) einiger Baumarten , meistens Eichenlohe (später auch Fichten ), um den Gerbstoff den Gerbereien zu zuführen. Die Müh lenexkursion führte weiter zur Schicks Mühle, Klosterrather Mühle, Stadtmühle oder Marktmühle, Pulvermühle im Weilergraben, Gereonsmühle, Blankenheimer­ oder Lindenmühle, Ferdinandsmühle oder Reuters Mühle, Weiße Mühle/Steinfelder Mühle.
2018 MW5Auch zum Mühlenteich hatte Schönewald in einem Exkurs Wissenswertes zu berichten: "Er ist 4,575 m lang, zweigt unterhalb von Walporzheim von der Ahr und fließt an der Maria­Hilf-Brücke in Bad Neuenahr in die Ahr zurück. Gefälle 14 m; 0,3 cm/m durchschnittliche Fließgeschwindigkeit; Breite beträgt -innerstädtisch- 2,20 m. Das Gefälle ist vergleich bar mit dem Gefälle der ca . 100 km langen römischen Wasserleitung aus der Eifel bis nach Köln. Unm ittelbar vor der Mühle ist das Gefälle und damit der Wasserdruck an der Arke unvergfeichsmäßig hoch. Das Wasser des Teichs stand im Eigentum der Mühlenbetreiber; in den dazwischen gelegenen Teilstücken des Mühlenteichs, konnten die Einwohner fischen. Müller hatten den Mühlenleich im Winter eisfrei zu halten. Hierzu hatten sich die Müller besondere (wasser- und frostfeste) Stiefel anzuschaffen. Einmal jährlich zu St. Bartholomäus (24.08.) wurde das Wasser im Teich abgelassen, um Reparatur- und Reinigungsarbeiten durchzuführen.

Am Freitag , 5. Oktober, 19 Uhr, hält Heinz Schönewald in der ehemaligen Synagoge In Ahr­weiler einen Vortrag mit dem Titel "Die Mühlen von Ahrweiler".
Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten.

Benefizkonzert zum Jubiläum

Kopf 1125Heeresmusikkorps aus Koblenz auf Ahrweiler Marktplatz
Pressebericht Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rhein-Zeitung 27.06.2018)
1125 BK 3Mit dem Marsch der Schweizer Garde eröffnete das sinfonische Blasorchester des Heeresmusikorps 300 aus Koblenz das Open Air Konzert auf dem Ahr­weiler Marktplatz. Der Rotary Club Bad Neuenahr-Ahrweiler hatte dieses Be­nefizkonzert auf die Beine ge­stellt. Mit dem Reinerlös aus dem Benefizkonzert wol­len die Rotarier der Kreisstadt die Außenre­novierung der Pfarrkirche St. Laurentius und den Förder­verein Schulstiftung Calvarien­berg unterstützen. 1125 BK 1Unter der musikalischen Leitung von Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe zeigten die Mu­siker aus Koblenz ihr breites musikalisches Repertoire. Auf dem Programm des Abends standen ebenso moderne Ar­rangements bekannter Filmmu­siken beispielsweise aus dem Film „Fluch der Karibik" wie auch klassische Militärmärsche. Beispielhaft stehen dafür „Preu­ßens Gloria" oder der „Radetz­ky Marsch". Wie Achim Fischer vom veranstaltenden Rotary Club erläuterte, wurde das Hee­resmusikkorps Koblenz im Jahr 1956 in Idar-Oberstein aufge­stellt und schon 1957 nach Kob­lenz verlegt. 1125 BK 2Dort ist das Musik­korps noch heute stationiert und eines der ältesten Musikcorps der Bundeswehr. Wie er sagte, ge­hörten zu den Aufgaben des Musik­korps Konzer­te in der Öffentlichkeit, oder Einsätze im Rahmen von Truppenzeremonieen wie beispielsweise Gelöbnisse.
Alles war bestens für dieses Open Air vorbereitet, lediglich das Wetter spielte an dem Abend nicht so professionell wie das Heeresmusikkorps und zu­vor das Tambourcorps der Ahr­weiler Bürgerschützen.

Fuss 1125

Heimatverein Ahrweiler unterstützt die Projekttage der Aloisiusschule Ahrweiler mit dem Thema „Ahrweiler im Wandel der Zeit“ mit Stadtführungen

HV 2018 01HV 2018 02Am 11. und 12.06.18 holten Herr Sturm, Herr Felten und Herr Klein vom Heimatverein Ahrweiler die verschiedenen Projektgruppen  aus den Klassenstufen 1 – 4 zusammen mit ihren Lehrerinnen an der Aloisiusschule ab und gingen mit ihnen zum Niedertor, wo die eigentliche Führung begann. Die Kinder und auch die Lehrerinnen erfuhren Einiges über die Stadtmauer und das Tor selbst. Sehr interessiert lauschten die Kinder den Erklärungen des jeweiligen Stadtführers und stellten interessierte Nachfragen z.B. zum nicht mehr vorhandenen Fallgitter und dem kleinen Törchen im großen Tor. Besonderes Interesse fand auch „das Loch“, durch das im Angriffsfall heißes Pech auf die Angreifer gekippt wurde.
Weiter ging es außen an der Stadtmauer entlang und auch die Lehrerinnen lernten ihnen nicht bekannte Aspekte des Mauerbaus kennen wie die in sich haltenden Bögen, die die Mauer schon immer getragen haben.
Am Mauerdurchbruch wechselte man nach innen und ging den Kanonenwall entlang, wo man ein großes Stück der Mauer derzeit gut betrachten kann. Die Kinder hielten die dort befindlichen Löcher in der Mauer für Schießscharte, wurden aber eines Besseren belehrt. Leider fing es nun an zu regnen, so dass die Gruppen schnell weiter zum Ahrtor  gingen und sich dort erst einmal unterstellten. Hier konnten die Stadtführer den Kindern noch interessante Dinge erzählen und der Wiedererkennungseffekt bei den Kindern vom Niedertor her(Fallgitter, kleines Törchen, usw.) erfreute uns Erwachsene sehr, zeigte es doch, dass die Kinder gut aufgepasst hatten.
HV 2018 03Über den Wehrgang ging es weiter, dann an der alten Mühle vorbei, wobei sich das Mühlrad zum Bedauern der Kinder nicht drehte. Auch hier wussten die Herren vom Heimatverein ansprechend zu erzählen und die Kinder hörten aufmerksam zu. Wir erfuhren etwas über das Gerben von Tierhäuten und dass dies, nicht wie uns bekannt mit Urin, sondern  mit aus Rinden gepresster Lohe gemacht wurde. Daher auch der Begriff Lohmühle. So haben auch die Lehrerinnen und nicht nur die Kinder etwas Neues gelernt.
Den Abschluss fand diese Stadtführung an der Laurentiuskirche. Hier schauten sich die Kinder des Projektes „Mosaike wie in alter Zeit“ dann noch die Fenster sowie den Boden im Altarraum an um sich Anregungen für die Gestaltung der Mosaike am zweiten Projekttag zu holen.
Die Kinder und die Lehrerinnen der Aloisiusschule danken Herrn Sturm, Herrn Felten und Herrn Klein ausdrücklich für diese interessanten und sehr kindgerecht gestalteten Führungen.

Die Katastrophen Ahrweilers und ihre Auswirkungen auf die Stadtgeschichte

Der Heimatverein „Alt-Ahrweiler“ lädt zu einem heimatkundlichen Vortrag über die Die Katastrophen Ahrweilers und ihre Auswirkungen auf die Stadtgeschichte.

Katastrophen Ahrweilers 2018 05 17Montag, dem 17. Mai 2018
Beginn 19.00 Uhr,
Ehemalige Synagoge, Altenbaustr

Referent ist Hans-Georg Klein,
Heimatverein Alt-Ahrweiler

Themen u.a.
Der sogenannte Stadtbrand von 1242
Die Belagerung Ahrweilers 1474
Der Dreißigjährige Krieg
Der Stadtbrand von 1689
Die Bombardierung 1944/1945


Auf Ihren Besuch freut sich der Heimatverein ,,Alt-Ahrweiler'' . Der Eintritt ist frei.

Geschichte und Geschichten haben Ahrweiler geprägt

Kopf 1125Mit einem Festabend im Helmut-Gies-Bürgerzentrum eröffneten 650 Gäste die 1125-Jahr-Feiern
Pressebericht von Thomas Weber, Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rhein-Zeitung 25.04.2018)
1125 FA 1Wenn ein Ort zu den ältesten im Landkreis gehört, dann kann er das auch schon Mal kundtun, zumindest alle 25 Jahre. Das dachte sich wohl auch Ahrweilers Ortsvorsteher Peter Diewald und rief zu einem Dreiakter an Feierlichkeiten anlässlich der ersten Erwähnung Ahrweilers von 1125 Jahren auf. Erster Akt war der Festabend „Für Oos“ am vergangenen Samstag. 650 Gäste hatten sich in Windeseile angemeldet, das Helmut-Gies-Bürgerzentrum war rappelvoll, die benachbarte St. Laurentius-Kirche vorab auch. Dort begannen die Feiern mit einem ökumenischen Festgottesdienst. Im Bürgerzentrum versprach Diewald dann, nur zu moderieren und keine Reden zu schwingen. Der Reigen derer, die persönlich begrüßt wurden, ersetzte eine solche Festrede aber mühelos. 1125 FA 2Alle waren gekommen: Majestäten, Tollitäten, Präsidenten, Vorstände, Sponsoren und der rührige Heimatverein, der mit Hans-Georg Klein auch den Festredner des Abends stellte. Kaum einer dürfte sich in der Geschichte Ahrweilers besser auskennen, als der ehemalige Rektor der Grundschule. Klein fasste die Ahrweiler Geschichte in einigen Geschichten über Menschen aus den verschiedenen Epochen zusammen, deren Erlebnisse die Gesellschaft widerspiegelten. Da ging es um den Ahrweiler Menschen als Bürger oder als Untertanen, um Gerechtigkeit, Freiheit und List. Leider verursachten die vielen Gäste, die ohne Eintritt in den Genuss des Abends kamen, einen derart hohen Geräuschpegel, dass der Festredner nur in den vorderen Reihen zu verstehen war.
Vor Klein kamen zunächst die Vertreter der heutigen kommunalpolitischen Zeit zu Wort. Kreisstadt-Bürgermeister Guido Orthen hatte in Ahrweiler nicht nur in den alten Stadtfarben rot-weiß mit einem Schuss rot-gelber aktueller Stadtfahnen flaggen lassen, er wies zudem am Mikrofon gerne auf die Tugenden der stolzen Menschen aus 1125 FA 3Ahrweiler hin: „Was Ahrweiler ausmacht: sie helfen, wo Not am Mann ist.“ Geschichte und Geschichten hätten den Ort geprägt, so der Bürgermeister, der drei Wünsche für Ahrweiler aussprach, nämlich einen Erfolg für den Festreigen, den Erhalt von Gemeinschaftsgeist, Zusammenhalt und Geschichtsbewusstsein sowie weiterhin engagierte Menschen, die sich sowohl für die Traditionen, als auch für die Bewältigung zukünftiger Aufgaben finden.
Landrat Jürgen Pföhler stellte das aktuelle und das zukünftige Ahrweiler in den Fokus. Gerade für künftige Aufgaben sei die Stadt gewappnet. Der Erfolg stehe auf drei Säulen, so Pföhler, nämlich der geographischen Lage, nahe des Ballungsraums „Metropole Rheinland“, der hohen Investitionsbereitschaft von Stadt und Wirtschaft und dem besonders in Ahrweiler ausgeprägten und unbezahlbaren Leistungen des Ehrenamts.
Damit dann genug der  lobenden Festtagsreden, im zweiten Teil des Abends wurde deutlich, dass die Ahrweiler Karnevalisten massiv zur Festgestaltung beigetragen haben dürften. Nach dem Geschichtsvortrag von Hans-Georg Klein beleuchteten die „Lästerschwestern“ Carolin Groß und Theresa Friedrich Ahrweilers jüngste Geschichte. Sie lästerten über die „Untergrundbewegung“ der Ahrweiler Bürger zwecks einer eigenen Ahrweiler Fahne, über das gerade eingeführte Müllkonzept oder nahmen die Massen an gekrönten Ahrweilern aufs Korn. Doris Schwertel-Stahl von den Möhnen nutzte das große Auditorium, um eine neues Event in Ahrweiler vorzustellen: den Rollahrthon, also einen Rollator-Wettlauf durch Ahrweiler. Teilnehmer aller Ahrweiler Seniorenhäuser sind zugelassen. Und die „St. Anna Dancers“ demonstrierten tanzend, wie es geht. Kabarettistisch über die Stadtmauern hinaus blickten die beiden „Huusmeister vom Bundesdaach“, Axel Foppen und Frank Fander, ehe am Ende des kurzweiligen Festabends Gisbert Stenz und die Chorgemeinschaft aus Ahrweiler und Walporzheim zum Mitsingen der Ahrweiler Lieder „Meng Städtsche Ahrweiler“ und „Jo, dat es Ahrweiler“ einluden.

Fuss 1125

Wer kaut schon gerne „Jänseblömsche“

Pressebericht von Thomas Weber, Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rhein-Zeitung 18.04.2018)

Beim Mundartabend der Plattakademie Ahrweiler wurde viel gelacht
 
20180413 190412 RB460220180413 190245 RB4599Der zweimal im Jahr veranstaltete Mundartabend der Plattakademie des Ahrweiler Heimatsvereins erfreut sich großer Beliebtheit. Organisator Rainer Sturm konnte bei der Frühjahrsausgabe am vergangenen Freitag rund 120 Gäste in Bell‘s Restaurant begrüßen. Sie hatten ihren Spaß bei den in Reimform oder Prosa vorgehaltenen Beiträgen der Rednerinnen, Redner und Musiker, die längst nicht nur aus Ahrweiler kamen. Drum war man auch nicht ausschließlich aufs genaue „Ahrweiler Platt“ fixiert. Das machte schon zum Auftakt die Chorgemeinschaft Ahrweiler-Walporzheim klar, die neben dem Ahrburgunderlied auch mit Melodien aus dem unendlichen Fundus kölscher Lieder aufwartete. Die, die dann ans Mikrofon traten, berichteten vielfach über die „gute alte Zeit.“ Margret Nischalke beispielsweise brach eine Lanze für „Oss Mottesprooch“ und verteufelte die modernen Anglizismen. „Ene Verzäll hürt sich vill besser an, als ene Talk.“ Brunhilde Dörr rief den „Wente en menge Kendheit“ in Erinnerung und sprach die schneereichen Wintertage an, als man am Silberberg Schlitten fuhr und sich abends am Feuer in der Küche wärmte. Das bedeutete nicht nur für die Kinder in der Nachkriegszeit trotz der Armut einen großen Reichtum. Die Zeit schritt voran und Manfred Kolling sprach über fortschreitende Jahre: „Su wiert me alt.“ Dass er in seinem Text Neuenahr nicht erwähnen durfte, sorgte bei den Ahrweilern für besonderen Spaß.
Johanna Gies wunderte sich derweil über „De Spaten-Pauli“ in ihrem Garten und meinte den Maulwurf, der wohl schon für die Landesgartenschau gräbt. Ihn würde sie lieber in Nachbars Garten gehen. Weniger vom Garten, als von blühenden Wiesen, berichtete Anne Horst. Sie trug einen Text der erst kürzlich verstorbenen Helga Kreil vor. War die Wiese früher ein wunderbarer Spielplatz, so bietet sie heute auch vielen Menschen Nahrung. Anne Horst ist für den Wildkräutersalat aber nicht zu begeistern: „Wenn oose Herrjott jewollt hätt, dad ech Jänseblömsche käue sol, hätt e mesch doch einfach als Koh op den Welt kunn losse.“
20180413 204952 RB4619Die anstrengende und viele Arbeit im Weinberg stellte Peter Kasper in den Mittelpunkt seines Vortrags und zog den Vergleich: „Für jedes Dröppche Wing floss e Dröppche Schweiß.“ Essen und Trinken waren weitere Schwerpunkte des Mundartabends. Antonius Kohlhaas stellte Obst und Gemüse, also „Obs on Jemöös“ im Ahrweiler Dialekt vor: Kappes, Schavur, Krünchele oder Murre. Auch Lothar Pötschke berichtete über Nahrhaftes. Man habe in der Kindheit „Morbelle“ gepflückt und für einen Groschen auf dem Markt verkauft, für Schnecken aber gab es in den Neuenahrer Feinkostläden fünf Mark. Fred Fritzen verschlug es schließlich die Welt der Sagen. Als „kölsche Siechfried“ wäre er zumindest nicht beim Trinken von Wasser besiegt worden. „Der hätt besser Wing jedrunke, dann wör nix passiert.“ Fritzens Frau Christel sprach dann zu vorgerückter Stunde noch über den Seniorensong „He deht et wieh und do deht et wie“, ehe Tommy Geller die gutgelaunte Mundartrunde mit dem obligatorischen „Kutt jot heim“ in den Abend entließ.

Traditioneller Mundartabend (Plattakademie)

Der Heimatverein „Alt-Ahrweiler“ lädt am Donnerstag, den 13. April 2018 zum traditionellen Mundartabend ein.
Veranstaltungsort ist Bell's Weinrestaurant & Biergarten in der Niederhutstraße 29a, in Ahrweiler.

Beginn 19.00 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr), der Eintritt ist frei.

Auf Ihren Besuch freut sich der Heimatverein „Alt-Ahrweiler“

Dr. Wilbert Herschbach
1. Vorsitzender

Ahrweiler feiert seinen 1125. Geburtstag

Kopf 1125Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Koblenz
Donnerstag, den 07. Juni 2018 um 19.30 Uhr
Open Air, Marktplatz Ahrweiler

Mit traditionellen Märschen, anspruchsvoller Blasmusik, aber auch mit modernen Unterhaltungsstücken und aktueller Filmmusik wollen die Militärmusikerinnen und Militärmusiker der Stadt Ahrweiler und ihren Gästen auf dem Marktplatz mit einem musikalischen Geburtstagsständchen gratulieren und sie mit einem tollen Konzert begeistern. Das Heeresmusikkorps Koblenz musiziert unter dem Dirigat von Frau Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe, als derzeit einzige Leiterin eines solchen Orchesters, für alle Gäste kostenfrei (Stehplätze). Allerdings wird während der Veranstaltung um Spenden gebeten. Zum einen für die Außenrenovierung der St. Laurentiuskirche und des Weiteren zu Gunsten der Schulstiftungen des Klosters Calvarienberg.
HMK Koblenz am Dt EckDas Vorprogramm beginnt bereits um 18.30 Uhr. Dann wird das Tambourcorps der Ahrweiler Bürgerschützen unter der Leitung von Tambourmajor Jürgen Schmitz den Abend eröffnen. Die Veranstaltung wird mit Unterstützung des Rotary Clubs Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Ahrweiler Bürgerschützen durchgeführt. Die Schirmherrschaft für diesen Abend hat dankenswerterweise Bürgermeister Guido Orthen übernommen.

Lassen Sie sich unterhalten, seien Sie unsere Gäste auf dem Ahrweiler Markt und feiern Sie mit! Information auch unter www.alt-ahrweiler.de
Foto: Bannert/Bundeswehr

Fuss 1125

Jahreshauptversammlung Heimatverein 2018

Dokumentationsstätte macht weitere 75.000 Euro Gewinn
Heimatverein Alt-Ahrweiler zog positive Jahresbilanz – Drei Vorstände bestätigt
von Thomas Weber
JHV 2018AHRWEILER. Zehn Jahre Dokumentationsstätte Regierungsbunker und die Besucherzahlen reißen nicht ab: bei der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Alt-Ahrweiler beeindruckte neben dem üppigen Jahreskalender vor allen Dingen eines: Zahlen. Die waren den Jahresberichten von Schriftführer Karl Heinen, vor allem aber von Schatzmeister Bernd Schrading zu genüge zu entnehmen. So wird das Museum in diesem Jahr zehn Jahre alt, im Frühjahr wird schon Besucher Nummer 800.000 erwartet. Der Andrang ist auch für die neue Saison enorm, es liegen für 2018 bereits 17.000 Anmeldungen vor. „Alle Gruppen werden von einem Mitarbeiter begleitet, von den Gästeführern gibt es rund 60“, machte Heinen klar und sprach dem engagierten Team um Museumsleiterin Heike Hollunder den Dank des Vereins aus. Auch wirtschaftlich wird der Erfolg deutlich. Alleine die Summe der Eintrittsgelder betrug im vergangenen Jahr mehr als eine halbe Millionen Euro. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf knapp 610.000 Euro, so Schrading. Dem standen Ausgaben von 534.000 Euro gegenüber, unterm Strich blieb ein Überschuss von mehr als 75.000 Euro übrig, der finanzielle Bestand wuchs auf 1,22 Millionen Euro. Geld, dass der Heimatverein zwar verwaltet, dass aber der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Eigentümer des Museums gehört, wie Schrading betonte. Ein positives wirtschaftliches Jahresergebnis für 2017 brachte auch die Tätigkeit des Vereins im ideellen Bereich. Hier wurde mit Einnahmen von gut 40.000 Euro ein Überschuss von 4.300 Euro erzielt. Dass die Kassen sauber und ordentlich geführt wurden, bestätigten die Kassenprüfer Antonius Kohlhaas und Paul Radermacher, der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Die Arbeit, die hinter den ganzen Zahlen steckt, verdeutlichte Karl Heinen in seinem Jahresbericht. Da wurden Abende zur Beibehaltung des Dialekts in der „Plattakademie“ veranstaltet, ein neues Buch der „Quellen zur Geschichte der Stadt Ahrweiler“ aufgelegt, Reisen nach Prag und Mainz unternommen und Kapellen und Denkmäler renoviert. Es wurden Knollenfackeln gebastelt und prämiert und ein Archiv für alte Ahrweiler Fotografien eingerichtet. Der Internetauftritt des Vereins wurde komplett neu gestaltet und von Klaus Terporten vorgestellt. Jetzt sind die Informationen nicht nur auf Empfangsgeräten aller Art einsehbar, es ist auch ein online-Stadtführer mit jeder Menge Erklärungen hinterlegt, der fünf verschiedene Routen beinhaltet. Die Arbeit des Vereins wird gewürdigt, alleine seit der letzten Jahreshauptversammlung traten 44 neue Mitglieder bei, 785 Personen gehören dem Verein heute an, viele von ihnen seit Jahrzehnten. So sind Paul Poppelreuter und der Ahrweiler Martinsausschuss seit 60 Jahren Mitglied. Ein halbes Jahrhundert ist Rosemarie Gilke dabei, aber auch die vier Hutengemeinschaften, die Aloisiusjugend und der Ahrweiler BC. Grund und Auftrag für den Vorstand genug, auch in Zukunft die Fülle der Arbeit auf sich zu nehmen. Langfristig geplant sind die Renovierung der Ahrweiler Kreuzwegstationen oder der Hinweis auf das Ahrweiler Mühlenwesen, der in noch zu beratender Form nahe des Mühlrades der alten Reutersmühle installiert werden soll. Die alten Bildstöcke in Ahrweiler sollen in ein Verzeichnis aufgenommen werden, die Schautafeln auf dem neuesten Stand gehalten werden. Finanziell sieht der Haushalt für 2018 Ausgaben von 34.500 Euro vor. Alleine knapp 8.000 Euro gehen als Zuwendungen an Ahrweiler Vereine. Die Planung geht von einem Jahresminus von 5.600 Euro aus. Dem Vorstand wird es also nicht langweilig, aber man macht die Arbeit gerne. Zumindest stellten sich die Inhaber der drei zur Wahl stehenden Vorstandsposten zur Wiederwahl. Schriftführer Karl Heinen und die Beisitzerinnen Iris Terporten und Nicole Persie wurden einstimmig für weitere drei Jahre bestätigt. (wbe)

Der Heimatverein lädt ein

LogoDer Heimatverein "Alt-Ahrweiler" lädt als Service und Dankeschön alle interessierten Mitglieder zu einer kostenlosen Sonderführung durch die Dokumentationsstätte Regierungsbunker ein.

Termin: Samstag, den 24. März, ab 14 - 17 Uhr.

Gleichzeitig ist auch die offizielle Eröffnung des Bunkers für die Saison 2018. Um lange Wartezeiten zu vermei­den, bitten wir die interessierten Mitglieder, sich telefonisch unter Tel 02641 / 9117053 anzumelden.

Der Vorstand hofft auf zahlreiche Besucher.

Festabend 1125 Jahre Ahrweiler

Kopf 11251125 Jahre Ahrweiler
Festabend „Für Oos“ am 21. April 2018


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Unser liebenswertes Städtchen Ahrweiler feiert in diesem Jahr seinen 1125. Geburtstag. Das Ereignis werden wir an drei unterschiedlichen Terminen mit verschiedenen Programmpunkten feiern. 

Wir beginnen mit den Feierlichkeiten am Samstag, den 21. April 2018 um 18.00 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in St. Laurentius, anschließend geht es um 19.00 Uhr im Helmut-Gies-Bürgerzentrum mit dem Festabend „Für Oos“ weiter. 

Neben offiziellen Worten von Landrat und Bürgermeister dürfen Sie lustige Sketche und humorige Vorträge erwarten. Freuen Sie sich auf stimmungsvolle Musik von der Musikvereinigung, die auch zum Tanz aufspielen wird. Die Ahrweiler Karnevals-Gesellschaft bietet dazu lokale Speisen und Getränke zu zivilen Preisen an.

Wir möchten den Abend sehr gerne mit Ihnen feiern, kostenfreie Platzreservierungen können Sie per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! vornehmen.


Wir freuen uns auf Sie – feiern Sie mit uns!

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Ortsbeirat und das Orga-Team
Fuss 1125

Jahreshauptversammlung Heimatverein

Einladung

zu der gemäß § 7 der Vereinssatzungam Donnerstag, den 22. März 2018 um 19.30 Uhr,
im Hotel „Zum Stern“, Ahrweiler, Marktplatz 9, stattfindenden
Jahreshauptversammlung 2018 des Heimatvereins „Alt-Ahrweiler" e. V

 

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Jahresberichte
  3. Jahresrechnung, Rechnungsprüfungsbericht, Entlastung des Vorstandes
  4. Haushaltsvorschlag 2018, Jahresbeitrag
  5. Wahl der Mitglieder des Vorstandes gemäß § 6, Abs. 2 der Vereinssatzung (Es sind zu wählen: Schriftführer/in und 3 Beisitzer/innen)
  6. Beschlussfassung über Anträge die bis zum 15. März 2018 beim Vorstand schriftlich eingegangen sind
  7. Aktivitäten 2018 - Erläuterung der Studienfahrt 2018
  8. Vortstellung der neuen Homepage des Heimatvereins.
  9. Verschiedenes

Es wird um zahlreiches Erscheinen gebeten.

Patronatsfest der Adenbachhut

317 Maskottchen und 25 Kulturnacht-Veranstaltungen
Beim Fest der Adenbachhut gab es allerhand Informationen aus erster Hand
von Thomas Weber
 
Patronatsfest Adenbachhut
Zu Ehren ihrer Schutzpatronin Maria feierte die Hutengemeinschaft der Ahrweiler Adenbachhut am vergangenen Samstag das Patronats- oder Hutenfest. Der Vorsitzende und Hutenmeister Bernd Koll konnte nach einem von Jörg Meyrer und Bernhard Stahl zelebrierten ökumenischen Gottesdienst eine große Schar von Hutenbewohnern und Ehrengästen im „Sternchen“ am Ahrweiler Markt begrüßen. Und weil das Hutenfest auch immer der Information der Bürger dient, berichteten Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft über die aktuelle Entwicklung in ihren Bereichen. Für Pastor Jörg Meyrer galt das in diesem Jahr allerdings nicht, er tat der Gesellschaft kund, dass es nichts Neues aus der katholischen Kirche und insbesondere der Pfarrei St. Laurentius zu berichten gibt. Vom Bistum Trier fehle noch die Genehmigung zum Neuanstrich der Laurentiuskirche, in Sachen „Kalvarienberg“ gebe es auch keine aktuelle Entwicklung und die bischöfliche endgültige Einteilung der neuen Großpfarreien stehe ebenfalls noch aus.
Da hatten Bürgermeister Guido Orthen und Ortsvorsteher Peter Diewald schon mehr zu sagen. Orthen warb einmal mehr für das Förderprogramm Historische Stadtbereiche, das bis zur Landesgartenschau (LaGa) 2022 verlängert wurde. Er kündigte die barrierearme Verfugung der Pflasterflächen auf dem Marktplatz an und sagte, dass dem Ortsbeirat noch im ersten Halbjahr die Pläne für eine neue Friedhofskapelle auf dem Ahrtorfriedhof vorgelegt würden. Noch in diesem Jahr werde sich zudem das Ahrtor verändern, allerdings nur innerlich. Es wird für Besucher begehbar gestaltet werden. Ein Umbau als erste große Maßnahme im Vorfeld der LaGa. Dass die Gartenschau in den Köpfen der Einwohner angekommen sei, machte Orthen daran fest, dass bis Ende Januar für ein LaGa-Maskottchen 317 Vorschläge angekommen sein. Ortsvorsteher Peter Diewald stellte die Feierlichkeiten zur 1125-jährigen ersten Erwähnung Ahrweilers vor. Neu in den Informationen: bei der Anmeldung zum Festabend am 21. April wird nun doch kein Obolus von fünf Euro für einen Verzehrgutschein fällig, anmelden kann man sich in Kürze. Und für die Kulturnacht am 15. September sind jetzt bereits 25 Veranstaltungen einheimischer Gruppierungen angekündigt. Diewald machte zudem klar, dass die neuen Bestattungsformen auf dem Bergfriedhof auf gute Resonanz stoßen. Für Bestattungen von Menschen außerhalb der Stadt regte er an, das damit verbundene höhere Geld für die Grabstätte zu überdenken.
Den Blick zurück gab es beim Hutenfest ebenfalls. Chronist Karl Heinen führte den Anwesenden vor Augen, wie viele Termine es im Jahresverlauf in der Hut und damit auch für den Hutenvorstand gebe. Maibaum, Weinfest, Weinmarkt oder Schützenfest, es gibt immer etwas zu tun. Besonders gilt das Augenmerk den Senioren, mehr als 160 Menschen über 70 Jahre gibt es in der Adenbachhut, für die eine Jahresfahrt, eine Adventsfeier oder eine Karnevalssitzung angeboten werden. Der Heimatverein unterstützte diese Arbeit mit 600 Euro. „Heimat“ war übrigens das Wort, das beim letztjährigen Hutenfest am häufigsten gebraucht wurde. „25 Mal kam es in den Reden vor, 20 Mal war es „Brauchtum“ und „Tradition“ wurde 17 Mal genannt“, so Heinen, der die Lacher auf seiner Seite hatte.
Ebenfalls aus der Vergangenheit berichtete Hans-Georg Klein. Er führte der Versammlung das Leben eines der berühmtesten Söhne der Hut vor Augen: Rudolf Jarre, der als Erzbischof Cyrillus Jarre im Jahr 1952 in China den Märtyrertod nach einem bewegten Leben starb. Immerhin war er in Ahrweiler einst Schützenkönig der Aloisiusjugend gewesen. Apropos König: gleich sechs Schützenkönige gab es in der kleinen Adenbachhut in den letzten zehn Jahren. „So viele wie in keiner anderen Hut“, bilanzierte der scheidende Bürgerschützen-König Willi Busch. Auch er gehörte zu diesem halben Dutzend.
Karl Heinen, der zum Ende seines Chronisten-Vortrags in gereimten Zeilen seine Ablehnung der zahlreichen Abriss- und Neubaupläne in der Stadt kundtat, verwies die „Addemechshöde“ auf ein neues Fest in der Hut, zu dem die Hutengemeinschaft am 6. Mai auf die Adenbachhütte einlädt.
Pressebericht 3. Februar 2018
Bilder (c) Reiner Bauer

Dokumentationsstätte Regierungsbunker feiert 10-Jähriges

Besucherrekord im Dezember 2017 - Ahrweiler Freiheitswochen und Jubiläum in 2018
Düster waren die Besucher-Prognosen vor der Eröffnung der Dokumentations­stätte Regierungsbunker im Frühjahr 2008. Nicht mehr als 35 Besucher in der Woche wur­den prophezeit und damit die historische Bedeutung des Baudenkmals aus der Zeit des Kal­ten Krieges völlig verkannt. Heute sind diese Zahlen Ge­schichte, denn das Museum hat sich zu einem touristischen Pu­blikumsmagneten in der Region entwickelt, der jährlich Zehntau­sende Besucher anlockt.
ReBu 2,,Wir haben den besucherstärks­ten Dezember seit Eröffnung der Dokumentationsstätte Re­gierungsbunker gehabt, knapp 2300 Besucher. Insgesamt ha­ben fast 790.000 Besucher den Regierungsbunker besichtigt und das gesamte Bunker-Team freut sich im Frühjahr auf den 800.000. Besucher", resümiert Dr. Wilbert Herschbach, Vorsit­zender des Heimatvereins Alt­Ahrweiler, dem Träger der Doku­mentationsstätte Regierungs­bunker. ,,Um die Osterzeit wird es soweit sein", ergänzt Heike Hollunder, Museumsleiterin in der Dokumentationsstätte. ,,Im April steht dann der 10. Ge­burtstag im Museum des Kalten Krieges an. Die Ministerpräsi­dentin von Rheinland-Pfalz, Ma­lu Dreyer, hat ihr Kommen be­reits zugesagt. Über die Zusage der Ministerpräsidentin haben wir uns sehr gefreut. Es ist eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit. Wir werden das ganze vorletzte Wochenende im April feiern und dazu ein besonderes Programm mit speziellen Vorträ­gen und Führungen für Erwach­sene, Familien und Kinder an­bieten".
Bevor es soweit ist, stehen aber erst die Ahrweiler Freiheitswo­chen im März auf dem Pro­gramm. Eines der Highlights ist der Vortrag von Günter Wetzei am 9. März. Er ist das dritte Mal zu Gast in der Dokumentationsstätte und wird wieder für Gänsehaut bei den Zuhörern sorgen, wenn er über seine lebensgefährliche Flucht aus der DDR 1979 in ei­nem selbstgebauten Heißluft­ballon erzählt. Die Kartenreser­vierung hierfür hat bereits be­gonnen. Die Eröffnung der künstlerischen Sonder- Ausstel­lung mit dem Titel „SpionAge" der drei Ahrweiler Künstler Ste­phan Maria Glöckner, Kolja Schäfer und Ulrich Schmidt­Contoli am 16. März bildet den Abschluss der Ahrweiler Frei­heitswochen in der Dokumenta­tionsstätte Regierungsbunker. Ob in historischen Szenencolla­gen, Portraits berühmter Spione oder durch Wort-Kunst - die Ausstellung bietet einen vielsei­tigen Zugang zu einem Thema, das auch nach dem Ende des • Kalten Krieges keineswegs an Relevanz verloren hat.
Aktuell befindet sich die Doku­mentationsstätte Regierungs­bunker noch bis zum 24. März in der Winterpause für Einzelbesu­cher. Gruppenanmeldungen sind nach wie vor ganzjährig über den Ahrtaltourismus mög­lich.
Im Rahmen der Ahrweiler Frei­heitswochen bietet die Doku­mentationsstätte Regierungs­bunker an den Wochenenden 10./11. März und 17./18. März Sonderführungen mit Zeitzeu­gen und besondere Familien­führungen an. Weitere Informa­tionen zum Programm und An­meldung unter www.dokumentationsstaette-regierungsbunker.eu.

Gästeführer/innen für die Dokumentationsstätte Regierungsbunker

LogoDer Heimatverein „Alt-Ahrweiler" e.V. sucht neue Gästeführer/innen für die Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Ahrweiler.

Seit 2008 betreibt der Heimatverein "Alt-Ahrweiler" e.V. das einzigartige Bauwerk aus der Zeit des Kalten Krieges - den Regierungsbunker - als Museum. Fast 800.000 Menschen haben seitdem an einer der spannenden Führungen durch die Dokumentationsstätte Regierungsbunker teil­genommen. Für die Saison 2018 sucht der Heimatverein „Alt-Ahrweiler" e.V. neue Gästeführerinnen und Gästeführer zur Verstärkung des Bunkerteams. Sie sollten Freude am Umgang mit Menschen verschiedener Gruppierungen und Altersstufen sowie an der Vermittlung Historischer Inhalte des Kalten Krieges haben. Ferner sollten Sie ein offenes, sympathisches Auftreten haben und über Leistungsbereitschaft, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit verfügen. Wir suchen neben deutschsprachigen Gästeführern und Gästeführerinnen verstärkt neue
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die in der Lage sind, eine Führung auf Englisch, Französisch oder Niederländisch durchzuführen.
Der Einsatz erfolgt auch an Wochenenden und Feiertagen. In den Wintermonaten 2018 findet die Ausbildung in der Dokumentationsstätte Regierungsbunker statt.
Wenn Sie diese Aufgabenstellung reizt und Sie die Bereitschaft zu einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung, bezüglich auch an Wochenend- und Feiertagsdienstzeiten, zeigen, dann freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung bis spätestens 24. Januar 2018.

Die Bewerbung senden Sie bitte an:
Heimatverein "Alt-Ahrweiler" e.V., Herrn Dr. Wilbert Herschbach Markt 11, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter der Telefonnummer der Dokumentationsstätte Regierungsbunker 02641 / 9117053 zur Verfügung!

Studienfahrt des Heimatvereins

Studienfahrt 2018 1Der Heimatverein "Alt-Ahrweiler" führt in der Zeit vom 03. Juni bis 08. Juni 2018 seine Studienfahrt durch.Ziel der Reise ist diesmal Lüne­burg, Celle und die Heideklöster.

Reiseleitung: Karl Heinen
Veranstalter: Alfredo-Reisen, Ahrweiler

Leistungen:
Fahrt im modernen Fernreisebus mit WC, Klimaanlage und Bordbar Frühstückspicknick am Anreisetag
5 x Übernachtung im Hotel Seminaris Lüneburg
5 x Frühstücksbuffet
4 x Abendessen als Free-Choise Buffet, welches sich aus verschiedenen warmen und kalten Speisen, Suppe, Salaten und Desserts zusammensetzt
2 Stunden Stadtführung Lüneburg Kutschfahrt zum Wilseder Berg
Eintritt und Führung Kloster Ebstorf, Dauer ca.90 Minuten
Führung Kloster Lüne Stadtführung Celle 1,5 Stunden Schlossführung Celle
Führung Schiffshebewerk Scharnebeck mit anschl. Schiffsfahrt durch das Hebewerk
Führung Kloster Wienhausen
Volkstümlicher Abend auf dem Cicovitzer Hof inkl. Abendessen, Musik und Tanz
Reiserücktrittskostenversicherung inkl. Reiseabbruchversicherung

Reisepreis:
672,00 € pro Person im DZ / EZ-Zuschlag: 125,00 €
Reiseleitung:
Vorstandsmitglied Karl Heinen
Anmeldung:
bei Alfredo-Erlebnis-Reisen, Johanniswall 55, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel.: 02641 / 900225