750 Jahre St. Laurentius in Bildern

750 Jahre St LaurentiusDer Heimatverein „Alt-Ahrweiler“ lädt alle Interessierten zu einem Lichtbild-Vortrag über 750 Jahre St. Laurentiuskirche ein.

Termin: Donnerstag, den 23. Mai 2019
Ort: Zehntscheune
Beginn: 19.30 Uhr

Der Eintritt ist frei. Der Vortrag wird etwa eine Stunde dauern.

Der Vorstand des Heimatvereins würde sich über zahlreiche Besucher freuen. Es werden Bilder vor allem über das ausgeprägte Prozessionswesen in der Pfarrei, über alten Darstellungen unserer Kirche, über die traditionellen Einholungen neuen Pfarrer usw. gezeigt.

Lichtbilder-Spaziergang durch die Wilhelmstrasse

Vortrag des Heimatvereins "Alt-Ahrweiler“ e.V. am 24.04.2019 im Stern

Wilhelmstr 2019 04 02Wilhelmstr 2019 04 01Über fünfzig Interessierte folgten der Einladung des Heimatvereins „Alt-Ahrweiler“ und begleiteten Karl Heinen auf einen spannenden, ca. 90-minütigen Lichtbilder-Spaziergang durch die letzten 170 Jahre der Ahrweiler „Wilhelmstraße“. Diese Straße wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts bevorzugte Wohngegend des wohlhabenden Bürgertums, Ärzte und Notare siedelten sich dort an, ebenso auch Behörden, etwa das Landratsamt und das Amtsgericht, bis hin zum Ahrweiler Bahnhof. Dort, in der lichten Vorstadt, baute man sich sein repräsentatives Haus im großen Garten.

Den ersten Abschnitt widmete Karl Heinen, unter der Überschrift “Verpasste Chancen“, den verloren gegangenen Gebäuden links und rechts der Straße. Anhand zahlreicher alter Aufnahmen entstanden wieder die alten Vorgängergebäude, etwa das “Bahnhof-Hotel“, der einzige Bau in reinstem Jugendstil der Stadt Ahrweiler, das Bahnerhaus oder das Blumengeschäft Letzel. Im Kontrast hierzu entstanden Bürobauten der modernen Art oder Geschäftsbauten, die Karl Heinen den Zuschauern auch präsentierte. Ein Zuschauer äußerte im Anschluss an die Veranstaltung, dass ihm die Tränen hätten kommen können.

Im zweiten Abschnitt befasste sich Karl Heinen mit den noch stehenden Häusern, die er detailreich beschrieb. Hier lag der Schwerpunkt dieses Spaziergangs. Wie oft geht man an diesen Häusern vorbei, ohne auf die vielen Einzelheiten genau zu achten, hier ein Erker, eine Loggia, ein Türmchen, da eine Gaube, eine Wetterfahne mit Jahreszahl, eine Verzierung, eine alte Haustür. Mit wie viel Liebe zum Detail wurden diese Häuser erbaut, der Stolz der Besitzer, und mit wie viel Liebe und Sachverstand wurden und werden diese Häuser bis heute gepflegt und restauriert. Auch hier brachte Karl Heinen viele positive Beispiele und bedankte sich an dieser Stelle bei den sorgsamen Besitzern, die auch einen wesentlichen Beitrag zu Ahrweilers baulicher Schönheit leisten.

Schließlich ließ der stv. Vorsitzende des Heimatvereins einen möglichen Blick in die Zukunft schweifen, so überschrieb er seinen dritten Abschnitt des Spaziergangs mit “Visionen und Träume“. Anschaulich und prägnant zeigte er anhand vieler Simulationen, wie sich relativ schlichte Häuser durch die Auswahl von passenden Fenstern, den Rückbau von Ladeneinbauten, den Einsatz von Dachgauben oder die Wiederanbringung von Klappläden in wahre Schmuckstücke verwandeln ließen. Die Zuschauer waren von diesen Visionen sehr beeindruckt.

Hans-Georg Klein bedankte sich als Vorsitzender des Heimatvereins “Alt-Ahrweiler“ bei Karl Heinen und die Zuschauer spendeten reichlich Applaus. Im Anschluss an die Veranstaltung entwickelten sich lebhafte Gespräche zum Thema Denkmalschutz in Ahrweiler, dessen Förderung satzungsgemäß ein wesentlicher Zweck des Heimatvereins “Alt-Ahrweiler“ ist.

In loser Folge wird der Heimatverein deshalb in Zukunft, beginnend mit Häusern an der Wilhelmstraße, deren Geschichte und deren architektonischen Besonderheiten an dieser Stelle präsentieren.

Statt Kaffee gab es "Muckefuck"

Pressebericht von Thomas Weber, Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rhein-Zeitung 24.04.2019)

Beim Mundartabend der Plattakademie Ahrweiler wurden Erinnerungen wach
 
PA 2019 04 12 01PA 2019 04 12 02Der zweimal im Jahr veranstaltete Mundartabend der Plattakademie des Ahrweiler Heimatvereins ertreut sich großer Beliebtheit. Durch das Programm bei der Frühjahrsausgabe am vorletzten Freitag führte Karl Heinen, der rund 100 Gäste in Bell's Restaurant begrüßen konnte. Sie hatten ihren Spaß bei den in Reimform oder Prosa vorgehaltenen Beiträgen der Rednerinnen, Redner und Musiker, die längst nicht nur aus Ahrweiler kamen. Drum war man auch nicht ausschließlich aufs genaue "Ahrweiler Platt" fixiert, auch wenn Heinen selbst einen Text von Mariaanne Slater mit genau dieser Überschrifl vortrug. Die Quintessenz: "oos Platt verliert mer net." Einmal Dialekt, immer Dialekt also. Brunhilde Dörr erzählte von der Nachkriegszeit, als die Kinder auf der Straße Verstecken oder Nachlaufen spielten und oftmals recht derbe Sprüche beim Auszählen von den Lippen kamen. Werner Schüller berichtete von seiner Messdienerzeit und dem Tag, an dem man dem Pastor den Messwein weggetrunken hatte. Mit dem Text eines Liedchens aus Köln erinnerte Christel Fritzen an so manch einen ablehnenden Spruch der Eltern, wenn die Kinder mal wieder große Wünsche hatten: "De Jeiß wull ene lange Stätz hann." übersetzt: Die Ziege wollte einen langen Schwanz. Sie bekam jedoch keinen.
Manfred Kollings recht eigenwillig interpretierte Weihnachtsgeschichte sollte verdeutlichen, wie Jesus zu seinem Namen kam, oder besser: wie der Rheinländer sich das vorstellen kann. Ob tatsächlich der groß gewachsene Balthasar mit dem Kopf gegen das Stallgebälk knallte und "Oh Jesses" ausrief, ist jedoch so nicht überliefert. Da stimmte schon eher die Story vom Lebenskünstler, die Johanna Gies vortrug und die vom Leben eines Mannes, der Krieg und Gefangenschaft erlebte, aussah. PA 2019 04 12 03Auch Margret Nischalke blickte knapp 60 Jahre zurück und fragte, ob 1960 tatsächlich alles billiger war. Sie hatte damals die Preise notiert: 75 Mark Miete für eine Dreizimmerwohnung ohne Bad und ohne Heizung, acht Mark für einen Zentner Kartoffeln. Vom Stundenlohn konnte sich zwei Tafeln Schokolade kaufen und statt Kaffee gab es unter der Woche nur "Muckefuck." In diese Zeit passten auch die Bräuche der Junggesellen, von denen Lothar Pötschke berichtete. Da bekam jedes Mädchen einen Maibaum, Mailehen wurden zunächst gesteigert, am Maitag selbst fand der Antrittsbesuch statt. "Wenn man denn noch wusste, wo man des nachts einen Baum stellte", so Pötschke, der die Lacher auf seiner Seite hatte. An längst vergessenes Brauchtum, wie die "Maipolizei", erinnerte er ebenfalls. Anne Horst schließlich hatte Ephraim Kishons Satire eines Anrufs mit Einladung zum Chef nach Hause frei übersetzt. "War da nun ein Essen geplant, oder nicht?" Während Peter Kasper sich mit den Sternzeichen und dem "Hokuspokus" darum beschäftigte, erzählte Rita Lauter über Dinge "en un öm Ahrweile eröm." Fred Fritzen tischte zum Abschluss dem Auditorium noch ein "Kölsche Delikatesse" auf, ehe Tommy und Wolfgang Geller, die den Mundartabend musikalisch begleitet hatten, das obligatorische "Kutt jot heim" anstimmten.

Historische Vortragsreihe des Heimatvereins „Alt-Ahrweiler"

LogoHans-Georg Klein referierte über die Hexenverfolgung in Ahrweiler

Neue Quellenfunde lassen die Zeit der Hexenverfolgung in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in einem neuen Licht erscheinen. Der Referent Hans-Georg Klein, neu gewählter Vorsitzender des Heimatvereines ,,Alt Ahrweiler", wies in seinem Vortrag nach, dass die Hexenverfolgung in Ahrweiler in erster Linie von der Bevölkerung selbst ausgelöst und betrieben wurde. VEs kam wegen der scheinbaren Säumigkeit des Rates und des Schöffengerichtes unter den Bürgern zu tumultartigen Aufläufen mit einem steuerstreik. Ein Hexenausschuss setzte schließlich die Verfolgung der Hexen durch, um größeren Schaden, wie er argumentierte, von der Stadt und ihren Menschen abzuwenden. Dieser Hexenausschuss ist die bislang erste nachweisbare Bürgerinitiative in Ahrweiler. Es ist davon auszugehen, dass es Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhunderts keine Menschen gab, die nicht an Hexen glaubten. Selbst die Gegner der Hexenverfolgung stritten die Existenz der Hexen nicht ab. Der einzige Unterschied war aber entscheidend. Die Gegner der Hexenprozesse weigerten sich, die sogenannten "Besagungen", also die meist erzwungenen Aussagen über Hexenflug, Hexensabbat usw. als gerichtsrelevant an zuerkennen. Diese Erlebnisse würden den Hexen vom Teufel nur vorgegaukelt und seien somit kein Beweismittel. Der Referent zeigte mit akribischer Recherche an Hand der Ratsprotokolle und eines Prozesses vor dem Bonner Hofrat, wie dieses .Große Brennen" aus Hysterie, Angst und Missgunst geschehen konnte, das über 70 Menschen in Ahrweiler das Leben kostete. Das war aber den im Hexenausschuss agierenden Bürgern immer noch nicht genug. Selbst als der Hofrat die Hexenprozesse in Ahrweiler einstellen ließ, protestierten namentlich bekannte Bürger heftig. Bei diesem "Großen Brennen" zwischen 1628 und 1632 wurden in Ahrweiler entgegen dem landläufigen Vorurteil fast genauso viele Männer wie Frauen hingerichtet (48% Männer und 52% Frauen). Unter "Schadenszauber" wurden Viehtod, Naturkatastrophen, Todesfälle und anderes subsummiert und die angeblich Schuldigen angeklagt, die auch die Prozesskosten zu tragen hatten und an denen sich manch ein Beteiligter ein gutes Salär verdiente.
Die immer wieder genannte Margarete Hansmann, Frau des oftmaligen Bürgermeisters und Prümer Hofschultheißen Nikolaus Stapelberg, starb schon ausweislich der Ratsprotokolle im Jahre 1623 und konnte so nicht 1628 als Hexe verbrannt worden sein.
Dieses Vorurteil scheint in der Ahrweiler Geschichtsschreibung nicht auszurotten zu sein. Im Übrigen zeigen neue Quellenfunde, wie der Referent nachwies, dass Margarete Hansmann bis 1595 mit Hubert Walmrodt, Ahrweiler Schöffe und Neuenahrer Rentmeister, verheiratet gewesen war. Mit dem Einmarsch der Schweden 1633 endete die Hexenverfolgung fast zur Gänze. Aus dem Auditorium kamen Fragen zur Rolle der Geistlichkeit, der Belagerung der Saffenburg und zur Aufführung eines Theaterstückes zur Hexenverfolgung in Ahrweiler in den siebziger Jahren.

Lichtbilder-Spaziergang durch die Wilhelmstrasse in Ahrweiler

wilhelmstrasse 1 01wilhelmstrasse 1 03Der Vortrag findet am Mittwoch den 24.04.2019 um 19.30 Uhr im Saal des „Sternchen“ am Markt statt.
Durch den Abend wird sie Karl Heinen führen.

Die Wilhelmstraße, seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, die Straße für die wohlhabenden Leute von Ahrweiler, die sich ihre Wohnsitze in den damals modernen, noblen und repräsentativen Baustilen errichteten. Sie war auch die Straße für Behörden wie Landratsamt, Amtsgericht, Zollamt und ebenso der Rechtsanwälte und Notare. Auch der früher einzige Bahnhof unserer Stadt lag an dieser Straße.

Unser Rundgang will Ihnen die Pracht, die Schönheit und die Stile und Geschichte dieser Villen und Häuser näherbringen,wilhelmstrasse 1 02 aber auch verpasste Chancen nicht verschweigen.

Wechsel an der Spitze des Heimatvereins Alt-Ahrweiler

Hans-Georg Klein übernimmt Vorsitz - Wilbert Herschbach wird Ehrenvorsitzender

Bericht von Thomas Weber

JHV 2019An der Spitze des Heimatvereins Alt-Ahrweiler hat es einen Wechsel gegeben. Bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag im Ahrweiler Hotel "Zum Stern" trat der langjährige Vorsitzende Wilbert Herschbach nicht mehr zur Wiederwahl an. Einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt wurde der bisherige zweite Vorsitzende Hans-Georg Klein. Dessen erste Amtshandlung bestand darin, nach einem einstimmigen Votum der Versammlung Herschbach die Würde des Ehrenvorsitzes auszusprechen. Der Geehrte war 15 Jahre lang Vorsitzender des Heimatvereins. "Du bist der Vater der Dokumentationsstätte Regierungsbunker, die nur durch deine Hartnäckigkeit so entstanden ist. Du hast Weitsichtigkeit und Standfestigkeit betrieben", so Klein in seiner kurzen Laudatio.
Ehrenvorsitzender 2019Die Wahl Kleins an die Vereinsspitze bewirkte neben den ohnehin anstehenden Wahlen einiger Vorstandsposten eine Fülle von Nachwahlen. So wurde der bisherige Schriftführer Karl Heinen zum neuen zweiten Vorsitzenden gewählt, ins Amt des Schriftführers wählte die Versammlung Hilko Pacyna-Heinen. Als Schatzmeister wurde Bernd Schrading bestätigt. In Beisitzerämlern bestätigt wurden Rainer Sturm, Andreas Geschier und Dominik Klein, neu im Vorstand als Beisitzer ist Klaus Terporten. Alle Wahlen endeten einstimmig.
Die anstehenden Wahlen hatten eine große Mitgliederschar angelockt, 67 der insgesamt 713 Mitglieder waren zur Versammlung gekommen und hörten zunächst im Jahresrückblick von Karl Heinen noch einmal einiges über die vielfältigen Aktiviläen des Vereins, wie der Plattakademie oder dem "Knollekopp"-Schnitzen für Kinder an St. Martin, beides zum Erhalt der örtlichen Traditionen. Studienreisen gingen in die Lüneburger Heide und an die Saar, vor Ort wurde eine Mühlenwanderung mit anschließendem Vortrag angeboten. Der Heimatverein zeigt sich gleichermaßen traditionell, wie modern. So hat Klaus Terporlen eine Stadtführung per Handy-App entwickelt. Heinen betonte aber auch, dass der Verein auf zwei Säulen stehe. Neben den satzungsgemäßen Aufgaben auf der einen Seile betreibt der Heimatverein seil mehr als zehn Jahren die Dokumentationsstätte Regierungsbunker mit einer unglaublichen Erfolgsgeschichte. Dort wird im kommenden Jahr der Eine-Millionste Besucher erwartet. Folglich ist dasProjekt auch finanziell nicht mit dem ideellen Vereinszweck zu vergleichen. Schatzmeister Bernd Schradings Bilanz zeigte einen weiterhin ungebrochenen Ansturm auf den "Bunker." 75.000 Besucher in 2018 bedeuteten Einnahmen von 595.000 Euro. Dem standen Ausgaben von 591.000 Euro gegenüber, hierin enthalten sind aber auch schon 91.000 Euro an in 2018 entstandenen Kosten für den derzeitigen Neubau von Toiletten- und Wirtschaftsgebäude, so dass unterm Strich eigentlich knapp 100.000 Euro übrig geblieben sind. Geld, dass dem Bund gehört und das vom Verein nur verwaltet wird. Dort sind mittlerweile 1,25 Millionen Euro aufgelaufen. "Der Neubau wird nun aber einige Hunderttausend verschlingen", so der Schatzmeister. Im ideellen Bereich schloss der Heimatverein das Jahr 2018 mit einem Defizit von 4.000 Euro ab. Das war nicht ungeplant, die hohen Kassenbestände will man nach und nach zurückführen, um die Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden, so Schrading. Für dieses Jahr legte er allerdings einen fast ausgeglichenen Haushalt vor. "Der Bunker ist einem mittelständischen Unternehmen gleichzusetzen", betonte Rechnungsprüfer Paul Radermacher auch die monetären Auswirkungen gerade in der Stadt und den umliegenden Orten. Wer den Bunker besucht, und das sind Menschen aus aller Welt, lässt auch Geld vor Ort. Die Rechnungsprüfer Radermacher und Antonius Kohlhaas bestätigten die ordnungsgemäßen Kassenführungen, Schatzmeister und Vorstand wurden einstimmig entlastet.

Chronologie der Hexenverfolgung in Ahrweiler

Der Heimatverein „Alt-Ahrweiler" lädt ein zu einem interessanten geschichtlichen Vortrag ein.

am Donnerstag, den 11. April 2019, Beginn 19.00 Uhr

in der Alten Synagoge (Altenbaustr.)

Der Eintritt ist frei.

Ein Vortrag von Hans-Georg Klein im Rahmen der historischen Vortragsreihe des Heimatvereins ,,Alt-Ahrweiler" Neue Quellenfunden lassen die Zeit der Hexenverfolgung in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in einem neuen Licht erscheinen. Der Referent weist nach, dass die Hexenverfolgung in unserer Stadt in erster Linie von der Bevölkerung selbst ausgelöst und betrie-ben wurde. Es kam wegen der scheinbaren Säumigkeit des Rates und des Schöffengerichtes unter den Bürgern zu tumultartigen Aufläufen und zu einem Steuerstreik. Der Hexenausschuss setz1e schließlich die Verfolgung der Hexen durch, um größeren Scha-den, wie er argumentierte, von der Stadt und ihren Menschen abzuwenden. Der Referent zeigt an Hand der Ratsprotokolle und eines Prozesses vor dem Bonner Hofrat, wie dieses .Große Brennen" aus Hyste-rie, Angst und Missgunst geschehen konnte, das über 70 Menschen in Ahrweiler das Leben kostete. Das war aber den im Hexen-ausschuss agierenden Bürgern immer noch nicht genug. Selbst als der Bonner Hofrat die Hexenprozesse in Ahrweiler einstellen ließ, protestierten namentlich bekannte Bürger heftig.

Der Vorstand des Heimatvereins würde sich über Ihr Interesse freuen.

Traditioneller Mundartabend (Plattakademie)

Der Heimatverein „Alt-Ahrweiler“ lädt am Freitag, den 12. April 2019 zum traditionellen Mundartabend ein.
Veranstaltungsort ist Bell's Weinrestaurant & Biergarten in der Niederhutstraße 29a, in Ahrweiler.

Beginn 19.00 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr), der Eintritt ist frei.

Auf Ihren Besuch freut sich der Heimatverein „Alt-Ahrweiler“

Dr. Wilbert Herschbach
1. Vorsitzender

Jahreshauptversammlung 2019

Einladung

zu der gemäߧ 7 der Vereinssatzung am Donnerstag, dem 28. März 2019 um 19.30 Uhr im Hotel „Zum Stern", Ahrweiler, Marktplatz 9, stattfindenden Jahreshauptversammlung 2019 des Heimatvereins „Alt-Ahrweiler" e.V.

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Jahresberichte
  3. Jahresrechnung, Rechnungsprüfungsbericht, Entlastung des Vorstandes
  4. Satzungsänderung, Entwurf liegt als Tischvorlage vor
  5. Haushaltsvoranschlag 2019, Jahresbeitrag
  6. Wahl der Mitglieder des Vorstandes gemäß § 6, Abs. 2 der Vereinssatzung:
    Es sind zu wählen: Erster Vorsitzender, Schatzmeister, 4 Beisitzer
    Hinweis: Durch eventuelle Ablehnung einer weiteren Kandidatur eines Amtsinhabers ist dann in jedem Fall dieses Amt neu zu besetzen. In der Folge können sich - je nach Kandidatur und Ergebnis der Wahl -Folgewahlen zum Vorstand ergeben, wenn ein derzeitiges Vorstandsmitglied für ein anderes satzungsmäßiges Vorstandsamt kandidiert und gewählt wird, da dies automatisch zur Beendigung des bisherigen Vorstandsamtes führt; eine Person kann nicht zugleich zwei Vorstandsämter innehaben.
  7. Ehrungen
  8. Beschlussfassung über Anträge, die bis zum 20. Mlärz 2019 beim Vorstand schriftlich eingegangen sind.
  9. Aktivitäten 2019 - Erläuterung der Studienfahrt 2019
  10. Verschiedenes

Nach dem offiziellen Ende zeigt der Heimatverein eine Diaschau: "Die Wilhelmstraße - Viel Glanz aber auch verpasste Chancen" (Karl Heinen)
Es wird um zahlreiches Erscheinen gebeten. Ein Imbiss wird gereicht.

Mit frohem Heimatgruß


Heimatverein „Alt-Ahrweiler"
Der Vorstand

Gedenken an die Bombenopfer des 29. Januar 1945

Am Dienstag, 29. Januar, jährte sich wieder einer der schwärzesten Tage der Ahrweiler Stadtgeschichte und insbesondere der Ahrhut. Am 29. Januar 1945 wurden durch die Luftangriffe auf Ahrweiler viele Mitbewohner Opfer des Bombenkrieges, denen am Dienstag mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius und anschließend an der Gedenkstätte auf dem Friedhof am Ahrtor gedacht wurde. Im Anschluss trafen sich die Teilnehmer noch zum gemeinsamen Gedankenaustausch mit den letzten Zeitzeugen im Weinhaus Coels.

Ahrweiler fühlt sich bei LaGa-Planungen abgehängt

Die stellvertretende Ortsvorsteherin Monika Busch plädiert für Hängebrücke im Tal der Adenbach

Bericht Thomas Weber - Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler

Hutenfest Adenbachhut 1Zu Ehren ihrer Schutzpatronin Maria feierte die Hutengemeinschaft der Ahrweiler Adenbachhut am vergangenen Samstag das Patronats- oder Hutenfest. Der Vorsitzende und Hutenmeister Bernd Koll konnte nach einem von Dechant Jörg Meyrer zelebrierten Gottesdienst rund 100 Hutenbewohner und Ehrengäste im "Sternchen" am Ahrweiler Markt begrüßen. Und weil das Hutenfest auch immer der Information der Bürger dient, berichteten Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft über die aktuelle Entwicklung in ihren Bereichen. Bürgermeister Guido Orthen reduzierte dabei seine Informationen auf die Entwicklung des Förderprogramms Historische Stadtbereiche, immerhin zehn von 31 Förderprojekte in Ahrweilers Altstadt kommen aus der Adenbachhut. Das Stadtoberhaupt stellte aktuelle politische Entwicklungen in den Vordergrund. Über die Landesgartenschau (LaGa) wolle er nicht reden, tat es aber indirekt doch. Orthen plädierte ob der Diskussion über den alten Baumbestand am Neuenahrer Ahrufer generell dafür, sachlich komplexen Themen nicht mit einfachen Fragen zu begegnen und sprach sich klar gegen den derzeit vorherrschenden Populismus aus.
Hutenfest Adenbachhut 2Den sieht Ahrweilers stellvertretende Ortsvorsteherin Monika Busch in Sachen LaGa in Ahrweiler wohl eher nicht. Ganz im Gegenteil, sie und der Ortsbeirat sehen den Stadtteil bei den derzeitigen Planungen „abgehangen", wie Busch betonte. In Ahrweiler passiere wenig, nachdem der Verkauf des Klosters Calvarienbergs gescheitert sei und dort die Planungen nicht vorangetrieben würden: "Die Mitbürger in Ahrweiler sollten das Gefühl haben, auch Teil der LaGa zu werden", forderte sie und brachte für die Gartenschau den Pfarrgarten als mögliche "Oase der Ruhe" ins Spiel. Ein Höhepunkt in Ahrweiler könnte aber auf jeden Fall die avisierte Hängebrücke im Tal der Adenbach sein. Der allerdings hatte der Bürgermeister unlängst ähnliche "Chancen" eingeräumt, wie einer neuen Fußgängerbrücke in Bachern, also gar keine.
Für die katholische Kirche berichtete der Pfarrverwaltungsratsvorsitzende Paul Radermacher über das derzeit laufende Festjahr zum 750-jährigen Bestehen der Laurentiuskirche. Radermacher stellte die Höhepunkte im Festkalender vor. Schon am kommenden Samstag gibt es für einen internen Festkommers so viele Anmeldungen, dass dieser von der Zehntscheuer in die Kirche veragert werden müsse. Die Kirche selbst wartet derzeit auf ihre Außenrenovierung. Hier zeigte sich Radermacher mit der Spendenbereitschaft der Bevölkerung hochzufrieden. Von den für die Umsetzung fehlenden 300.000 Euro seien in den vergangenen neun Monaten bereits 145.000 Euro gespendet worden. Noch ein Thema: die Pfarrei setzt sich für den Erhalt des Kindergartens am Kalvarienberg ein, aktuell sei man hier mit dem Kauf des Grundstücks beschäftigt, ein Vertragsentwurf liege bereits vor.
Begonnen hatte der Frühschoppen des Hutenfestes mit einer Erinnerung des Hutenmeisters Bernd Koll an die Wiederherstellung des Adenbachtores. Die Arbeiten liegen 45 Jahre zurück. 1973 wurde geplant, ein Jahr später fertiggestellt. "Das Projekt hat damals 75.000 D-Mark gekostet", erinnerte Koll an die Arbeiten am kleinsten der Ahrweiler Stadttore, das auch die Beinamen Nordtor, Winzertor oder Marientor trage. Die im Tor aufgestellte Statue sei von den Geschwistern Mesenich gestiftet worden, sprach der Hutenmeister über vergangene Tage. Auch Chronist Karl Heinen blickte zurück, nämlich auf das Geschehen im abgelaufenen Jahr, in dem die Hutengemeinschaft vor allem für die Betreuung ihrer 160 Seniorinnen und Senioren viel Zeit aufbrachte. Für diese vorrangige Aufgabe der Gemeinschaft stiftete der Heimatverein einmal mehr 600 Euro. Hans-Georg Klein überbrachte die Spende.

Studienfahrt des Heimatvereins „Alt-Ahrweiler e.V.“ nach Holland, rund ums Ijsselmeer

Der Heimatverein „Alt-Ahrweiler“ führt in der Zeit vom 12. Mai bis 17. Mai 2019 seine Studienfahrt durch. Ziel der Reise sind diesmal, die Städte Alkmaar, Enkhuizen, Edam mit Volendam, Hoorn und als Abschluss Haus Doorn (Exilsitz des letzten Deutschen Kaisers Wilhelm II.)

Reiseverlauf (Programmänderungen vorbehalten):
Sonntag, 12.05.2019
Anreise nach Heiloo

Der Morgen beginnt mit der Abreise ab Ahrweiler. Unterwegs werden wir mit einem, Frühstückspicknick verwöhnt. In Heiloo, einem Städten in der Nähe von Alkmaar beziehen wir dann nach der Ankunft unsere Zimmer im 4 Sterne Hotel „Fletcher “. Anschließend können wir dann den Ort erkunden, bevor wir gemeinsam das Abendessen im Hotel einnehmen.

AlkmaarMontag, 13.05.2019
Ausflug nach Alkmaar mit Stadtführung und Zeit zur freien Verfügung

Der heutige Tag beginnt nach dem Frühstück mit einer ausführlichen Stadtführung durch das nahegelegene Alkmaar, das für den Käsemarkt berühmt ist. Die bezaubernde nordholländische Stadt verfügt über ein schönes historisches Zentrum mit vielen sehenswerten Baudenkmälern wie der „Grote Sint Laurenskerk“ und dem berühmten Rathaus. Nette Einkaufsstraßen sowie zahlreiche Gasthäuser, Restaurants und gemütliche Terassencafés laden geradezu zum Verweilen ein. Der Nachmittag ist zur freien Verfügung. Abendessen im Hotel Fletcher in Heiloo.
 

EnkhuizenDienstag, 14.05.2019
Ausflug nach Enkhuizen mit Besuch des Zuiderseemuseums und Zeit zur freien Verfügung

Heute besuchen wir das pittoreske Städtchen Enkhuisen. Im 17. Jahrhundert zählte es zu den wohlhabendsten Städten der Niederlande. Die reiche Geschichte lässt sich an den vielen malerischen Häusern der Innenstadt, den Kanälen, Kirchen, Stadtmauern und Häfen ablesen. Besonderes Augenmerk richten wir am heutigen Tag auf das Zuiderseemuseum. Hier können wir die liebevoll gestalteten, hier im Freilichtmuseum wieder aufgebauten historischen Gebäude bewundern; Hauptthemen sind das Leben am Wasser, das Handwerk und die Lebensgemeinschaften. Anschließend erkunden wir die alte Stadt Enkhuizen auf eigene Faust. Das Abendessen erwartet uns im Hotel Fletcher in Heiloo.
 

EdamMittwoch, 15.05.2019
Ausflug nach Edam mit Stadtführung und Besichtung einer Käserei- und Holzschuhmanufaktur in Volendam

Heute besuchen wir nach dem Frühstück die alte Käsestadt Edam. Während der Stadtführung schlendern wir durch die Gassen der Stadt, gehen über hölzerne Zugbrücken und enge Kanäle, die uns an romantischen Häusern vorbeiführen werden und erfahren alles Wissenswerte über die schöne Stadt. Im Anschluss fahren wir dann ins nahe gelegene Volendam. Hier haben wir Gelegenheit in eigener Regie durch die Käserei und Holzschuhmacherei zu gehen. Wir können einen Blick hinter die Kulissen werfen, wie hervorragender Käse gemacht wird und wie die berühmten Holzschuhe hergestellt werden. Den Tag beschließt das Abendessen im Hotel Fletcher in Heiloo.
 

HoornDonnerstag, 16.05.2019
Ausflug nach Hoorn mit Stadtführung und Zeit zur freien Verfügung

Gut gestärkt fahren wir heute nach dem Frühstück zur Stadt Hoorn, die direkt am Markenmeer, einem Teil des ijsselmeers gelegen ist. Bei einer ausführlichen Stadtführung tauchen wir in die Geschichte der Stadt ein, die einiges zu bieten hat. Im alten Zentrum und am Hafen, mit dem mächtigen Hoofdtoren, scheint es, als hätte die Zeit stillgestanden. Der besondere Flair der Stadt rührt von der mächtigen „Vereinigten Ostindischen Kompanie“ im 17. und 18. Jahrhundert her. In dieser Zeit fuhren die prachtvollen Schiffe hier ein und aus. Der Nachmittag ist zur freien Verfügung, das Abendessen nehmen wir wieder im Hotel Fletcher in Heiloo ein.
 

Huis DoornFreitag, 17.05.2019
Besuch von Huis Doorn und Rückreise

Heute heißt es Abschied nehmen vom den schönen holländischen Städten. Wir treten die Heimreise nach dem Frühstück an. Ein Trostpflaster für uns ist aber noch der Besuch in Haus Doorn, dem Exilsitz des letzten Deutschen Kaisers Wilhelm II. Er kaufte das kleine Schloss im Jahre 1919 und richtete es mit Möbeln, die er aus den Berliner Schlössern kommen ließ, liebevoll ein. Es ist kurios zu sehen wie ein ehemaliger Monarch, der einstmals über 50 Schlössern sein Eigentum nannte, auf so kleinem Grundriss seinen Ruhesitz gestaltete. Lassen sie sich überraschen vom Flair des Kleinods. Nach der Innenbesichtigung kann man noch in den Park oder es sich im Restaurant-Café „Orangerie“ gut gehen lassen. Von dort aus hat man einen herrlichen Ausblick auf das Schlösschen und den Park. Mit vielen schönen Eindrücken kehren wir anschließend ins Ahrtal zurück.
 

Leistungen:

• Fahrt im modernen Fernreisebus mit WC, Klimaanlage und Bordbar
• Frühstückspicknick am Anreisetag
• 5 x Übernachtung im 4* Hotel Fletcher in Heiloo
• 5 x Frühstücksbuffet
• 5 x Abendessen im Rahmen der Halbpension im Hotel
• Stadtführung in Alkmaar
• Stadtführung in Edam
• Besuch einer Käserei und Holzschuhmanufaktur
• Stadtführung in Hoorn
• Eintritt und Führung im Zuiderseemuseum in Enkhuizen
• Eintritt und Führung im Huis Doorn in Doorn

Reisepreis: 725, -- Euro pro Person im Doppelzimmer /Einzelzimmerzuschlag 115,-- Euro
Reiseleitung: Vorstandsmitglied Karl Heinen
Anmeldungen bitte beim Reisebüro „Alfredo Reisen“ Johanniswall 55/Ecke Altenbaustraße am Durchbruch, Tel.: 02641/900225