Heimatverein am 27. August 2019 auf Tagesfahrt in Maastricht

Am frühen Dienstagmorgen starteten 50 Ahrweiler Bürger gutgelaunt zur diesjährigen Tagestour Richtung Niederlande. Kurz hinter der Grenze wurde ein Frühstücksstopp eingelegt und die Teilnehmer es sich bei belegten Brötchen, Eiern und Kaffee gut gehen ließen. Dabei wurden erste Kontakte geknüpft und viele alte Bekannte begrüßten sich. Nachdem man sich derart gut gekräftigt hatte, ging die Fahrt weiter direkt zum heutigen Tagesziel der Stadt Maastricht.

A93I5516A93I5525Dort angekommen, warteten wir unter der Kennedybrücke auf unseren Führer für die Stadtrundfahrt, der bald darauf eintraf. Und so starteten wir zu unserer großen Erkundungsfahrt. Da Reisebusse nicht in die Innenstadt fahren dürfen, ging es um die Stadt und wir sahen Dinge, die man sonst als Tourist nicht so häufig zu sehen bekommt, etwa alte Industrieanlagen mit neuer Nutzung, Wohnviertel und außerdem die wunderschöne Umgebung der Stadt. Häufig überquerten wir auf dieser Tour die Grenze nach Belgien, liegt doch Maastricht hart an dieser. Besonders interessant waren die vielen alten Festungen, Kasematten, die Höhlen und Steinbrüche, die uns der nette Herr vom Tourismusbüro sehr anschaulich erläuterte. Auf der Rückfahrt in die Stadt fuhren wir, zur Freude vieler, an dem Schlösschen von André Rieu und dem Château Neercanne vorbei. Letzteres war der Ort des festlichen Abendessens, welches zur Feier des Abschlusses des Vertrages von Maastricht gegeben wurde.

A93I5565Zurück an der Kennedybrücke, teilten wir uns in drei Gruppen auf, die jeweils von einem Stadtführer in Empfang genommen wurde. Nun gingen wir zu Fuß durch die schöne Stadt Maastricht, beginnend am einzigen noch erhalten Stadttor, der Helpoort, das übrigens auch das älteste Stadttor der Niederlande ist.
Weiter durchquerten wir romantische Gassen und Gässchen, immer wieder unterwegs bereichert durch interessante Fakten aus der Geschichte der Stadt und des Römerkastells, dem Ursprung der Stadt. Der Weg führte an der gewaltigen Liebfrauenbasilika und dem malerischen Platz vorbei, der geradezu, wie viele andere Plätze auch, zum Verweilen einlädt. Die große mittelalterliche Servatiusbrücke über die Maas, die älteste Brücke der Niederlande, beeindruckte alle. Wir bummelten weiter durch kleine Gassen, sahen uns die vielen schmucken Häuser mit ihren Wappensteinen und Hauszeichen an, viele davon aus dem wertvollen Blaustein erbaut.
A93I5593Im Kanonikerbezirk von St. Servatius mit seinen vielen Kanonikerpalais, sahen wir uns die gewaltige Stiftskirche von außen und die danebenliegende Sint Janskerk mit ihrem roten Turm auch von innen an. Die beiden Kirchen werden kurioserweise durch die „Fegefeuerstraße“ getrennt. Nachdem wir noch den wunderbaren Innenhof des „Spans-Governement“, in reinster italienischer Renaissance gebaut, und den großen Freihof, auf dem soeben die letzten Tribünen eines André-Rieu-Konzerts abgebaut wurden, angeschaut hatten, endete die Führung dann vor der ehemaligen Dominikanerkirche. Diese beherbergt heute einen Buchladen, der wie hineingeschoben wirkt und auf die mittelalterliche Bausubstanz Rücksicht nimmt. Solche Umnutzungen werden wir zukünftig wohl auch bei uns häufiger sehen.
Nachdem wir uns von unseren jeweiligen Gästeführern verabschiedet hatten, stand der Rest des Nachmittags bis 16.00 Uhr zur freien Verfügung. Diese freie Zeit nutzten einige um in die vielen kleinen Geschäfte und Boutiquen der Stadt einzutauchen, andere für Café-Aufenthalte und wieder andere für weitere Besichtigungen der schönen Altstadt.

Nachdem alle wieder pünktlich am Bus angekommen waren, fuhr uns unser Busfahrer Stefan von Alfredo-Reisen sicher zu unserem Tagesabschluss an die Steinbachtalsperre in der Nähe von Euskirchen, wo wir im schönen Waldgasthaus unser Abendessen einnahmen. Hierbei wurden die Erlebnisse besprochen, viel gelacht und manches Getränk genossen.
Und wieder ging ein schöner Tag zu Ende. An dieser Stelle bedankt sich der Heimatverein, auch im Namen der Teilnehmer, bei Erich Nagel für die Organisation dieses schönen Ausflugs.