Weinwochen in Ahrweiler

2018 Weinwochen 1Feiern inmitten der Altstadt vom 30. August bis 8. September

Endspurt bei den Vorbereitungen für die Ahrweiler Weinwochen 2019! In wenigen Tagen ist es soweit - zum 74. Mal wird in der Rotweinmetropole Ahrweiler eine junge Dame als Nachfolgerin von Elena Platz zur Burgundia proklamiert.
Aktuell laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, damit am Freitag, 30. August pünktlich um 19.30 Uhr die Eröffnung und Proklamation auf dem historischen Marktplatz reibungslos abläuft. Aber auch für den am Sonntag, um 14.00 Uhr, startenden Festzug sind bereits die mehreren zehntausend Dahlienblüten bestellt, um alles richtig in Szene zu setzen. Auch wenn die Ahrweiler Weinwochen schon auf eine jahrzehntelange Tradition zurückblicken können, gilt auch hier: „Nichts ist beständiger, als der Wandel“. Um die Sauberkeit und Sicherheit auf dem Marktplatz zu erhalten, wird neben dem Gläserpfand auch ein Flaschenpfand von € 3,00 erhoben.
Daneben werden in diesem Jahr alle Stände am Winzerfestwochenende die gleichen Öffnungszeiten haben. Am Freitag und Montag sind die heimischen Vereine ab 16.00 Uhr sowie am Samstag und Sonntag ab 10.30 Uhr für die Besucher „im Einsatz“ und präsentieren die Spitzenprodukte unserer Weinbaubetriebe.

Die Maut am Winzerfest-Sonntag beträgt 3,00 €. Hierfür können die Gäste u. a. den kostenlos im Festzug ausgeschenkten Wein im aktuellen Festgläschen genießen – das sollte allen Gästen die Unterstützung dieser traditionsreichen Veranstaltung Wert sein.

Nach dem abendlichen Feuerwerk am Montag, 2. September um 22.00 Uhr bleibt den Veranstaltern dann nur wenig Zeit zum „Durchatmen“ – denn bereits am folgenden Freitag, 6. September steht um 19.30 Uhr die Eröffnung des Ahrweiler Weinmarktes auf dem Programm. Hier laden dann wieder zahlreiche Winzer zur Verkostung der hochkarätigen Ahrweine in geselliger Runde mit guter Unterhaltung ein.

 

Weitere Informationen gibt es beim Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V., Hauptstraße 80, 53474 Bad Neuenahr, Tel. 0 26 41 / 91 71 0 und unter www.ahrtal.de.
 
 

Vorbereitungen für den Ahrweiler Winzerfestzug laufen auf Hochtouren

2018 Weinwochen 2Der Wagenbau für den Winzerfestzug, der bereits 3 bis 4 Monate vor dem Weinfest beginnt ist zurzeit in der Endphase. 

Wer sich beim Winzerfestzug als Fußgruppe oder mit Wagen beteiligen möchte kann sich immer noch anmelden.

Alle Anmeldungen, ob als Fußgruppe oder mit Wagen bitte an Frank Koch, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, richten. Er kümmert sich mit seinen Helfern um alles rund um den Winzerfestumzug, von der Fahrzeugbeschaffung, über die Zugaufstellung bis hin zur Weinausgabe.

 

Tagesfahrt des Heimatvereins "Alt-Ahrweiler e.V.“ nach Maastricht

2 GerichtshausAm Dienstag den 27. August 2019 unternimmt der Heimatverein "Alt Ahrweiler" seinen diesjährigen Tagesausflug.
Ziel ist diesmal die ausgesprochen sehenswerte Stadt Maastricht, ein "Stern unter den Städten Hollands“.

1 Alte Wache Bild von PrivatIn Maastricht angekommen, werden wir zunächst mit unserem Bus eine Stadtrundfahrt machen. Im Anschluss daran besichtigen wir mit einem ausgewiesenen Stadtführer/in die schöne Altstadt.

Bis zur Abfahrt des Busses haben die Teilnehmer genügend freie Zeit zum Verfügung um die Stadt mit ihren Gassen, Kirchen, Cafés und Plätzen zu erkunden.

3 Servatius Basilika Bild von PrivatMaastricht bietet wirklich für jeden etwas, so lädt es auch zu einem ausgedehnten Einkaufsbummel ein, finden sich dort doch außergewöhnliche Geschäfte und Boutiquen.

Auf der Heimfahrt machen wir zum guten Abschluss an der malerischen Steinbachtalsperre bei Euskirchen Halt, um im dortigen Restaurant gemeinsam das Abendessen einzunehmen und gemütlich zu plaudern.

Die Heimfahrt ist so geplant, dass wir gegen 21.00 Uhr wieder in Ahrweiler zurück sind.


Fahrpreis:  25.00 € je Teilnehmer darin enthalten sind das Frühstückspicknick, die Stadtrundfahrt und die geführte Stadtbesichtigung.
 
Abfahrt: Dienstag 27. August 2019 um 7.30 Uhr ab Feuerwehrgerätehaus am Ahrtor um 7.35 Uhr ab Haltestelle ehem. Café Bell, Wilhelmstraße 11 um 7.40 Uhr ab Haltestelle Amtsgericht (Ahrw. Bhf)
 
Kartenvorverkauf: Der Kartenverlauf erfolgt am Donnerstag, den 15. August 2019 ab 10.00 Uhr, im Büro des Ahrtal-Tourismus, Blankartshof 1 im Stadtteil Ahrweiler.
(Kartenreservierungen sind leider nicht möglich)

  

Heimatverein "Alt-Ahrweiler" lud zur Weinlagenwanderung ein

Eine organisierte Wanderung unter der Führung von Paul Gieler

Weinlagenwanderung 2019Es ist Samstag, der 29.Juni 2019. Kurz vor 14:00 Uhr treffen sich 18 Personen in sommerlich angepasster Kleidung an der Weinmanufaktur Walporzheim.
Flugs werden die Getränkevorräte ergänzt und schon beginnt die vom Heimatverein Alt-Ahrweiler organisierte Wanderung unter der Führung von Paul Gieler.  Gleich am ersten Weinberg hält er an und spricht vom „Köppen“, womit das Kürzen der Rebtriebe oberhalb des höchsten Drahtes gemeint ist. Erreicht wird damit die Umkehr des Saftflusses, also nicht mehr ins Laub, sondern in die Trauben. Begriffe wie Fotosynthese und Assimilation fallen bei der Information über die Laubarbeit.
Beim langsamen Aufstieg über den Winzerweg fällt der Blick wie von selbst auf die teilweise Jahrhunderte alten Trockenmauern. Der Wanderführer spricht über die laufenden Sanierungsarbeiten, neue Projekte - z.B. Aussichtsplattformen - und bezieht die Geschichte des Weinbaus an der Ahr kenntnisreich mit ein.
Weinlagenwanderung 2019 23An der Kehre des Winzerwegs in Richtung Ahrweiler entscheidet sich die Gruppe den Bergpfad zum Aussichtsturm Bunte Kuh zu nehmen. Dort angekommen zauberte Paul Gieler zur Freude der Mitwanderer einen gut gekühlten Weißwein ins Glas. Welch ein Labsal. Natürlich wurde der Turm bestiegen von wo es sowohl den Blick ahraufwärts als auch ahrabwärts zu genießen gab. Der Blick reichte bis auf die rechte Rheinseite, wobei unser Bad Neuenahr-Ahrweiler aus immer wieder neuen Perspektiven zu bewundern war.  
Auf dem Weg ins Tal konnten noch viele Themen angesprochen werden. So erfuhr man, dass es die Lagennamen Domlay (jetzt zur Alten Lay)  und Riegelfeld (jetzt zum Ursulinengarten) nicht mehr gibt. Das Himmelchen wurde lediglich verlegt von Parzellen hinter dem Winzerverein in den Auel. Weiter berichtete Paul Gielker, dass die Traube als Zwitter nur auf sich selbst angewiesen ist, dass die Gründung der Winzergenossenschaften an der Ahr eine soziale Großtat war und vieles andere mehr. Was jeder wissen wollte war die Einordnung des diesjährigen Entwicklungsstandes im Vergleich. Paul Gieler hatte dazu Fotos über mehrere Jahre. Um es kurz zu machen: Die Aussichten sind gut
Weinlagenwanderung 2019 44In Ahrweiler angekommen gab es einen Einkehrschwung ins Ahrwein-Forum. Dort warteten noch einige Weine auf die Verkostung durch die Gruppe. Fachgerecht präsentiert und kommentiert fanden u.a. die von der Winzergenossenschaft anlässlich des 750-jährigen Jubiläums der Pfarrkirche St. Laurentius abgefüllten Weine viel Anklang. Zusammen mit dem Dank an Paul Gieler kam zum Ausdruck, dass die vom Heimatverein Alt-Ahrweilergeförderte Veranstaltungsform, Ahrweiler Stadtgeschichte mit Geschichten zu verbinden, viele Freunde hat.

Buchvorstellung: "Armenfürsorge im alten Ahrweiler"

Fresko ArmenfuersorgeDer Heimatverein „Alt-Ahrweiler“ lädt für Donnerstag, den 11. Juli 2019 um 19.00 Uhr in die ehemaligen Synagoge in Ahrweiler, Altenbaustraße, zur Vorstellung der neuen Quellenbände aus der Reihe "Quellen zur Geschichte der Stadt Ahrweiler" ein.

Die Bände 10 und 11 dieser Reihe beschäftigen sich mit dem Thema "Armenfürsorge im alten Ahrweiler". Hierzu hat Hans-Georg Klein, der Vorsitzende des Heimatvereins, in bewährter Art und Weise die Gildenrechnungen und Hospitalsrechnungen des 16. - 18. Jahrhunderts entschlüsselt.

Der Bearbeiter selbst wird mit dem Vortrag: „Die Gildenbruderschaft und das Hospital als Träger der Armenfürsorge im alten Ahrweiler“ in das über 1.488 Seiten starke Werk einführen und ein seltenes Licht auf das Sozialwesen der vergangenen Jahrhunderte werfen.

Über viele interessierte Zuhörer an diesem Abend würde sich der Heimatverein sehr freuen.

Der Eintritt ist frei.

Gerne lädt der Heimatverein anschließend zu einem kleinen Umtrunk ein und bietet dabei gerne die Möglichkeit zum Gedankenaustausch an.

Geführte Weinlagenwanderung

Der Heimatverein „Alt-Ahrweiler“ lädt ein zu einer heimatkundlich und vinologisch interessanten Wanderung

am Samstag, den 29. Juni 2019, Beginn 14:00 Uhr

Dauer der Exkurson mit Verkostung ca. 3 – 4 Stunden
Start am Winzerverein Walporzheim

Im Rahmen der historischen Vortragsreihe des Heimatvereins „Alt-Ahrweiler“ führt und kommentiert Paul Gieler die Wanderung durch Walporzheimer und Ahrweiler Weinbergslagen. Nach dem Start geht es durch die Walporzheimer Weinberge hinauf zum Aussichtsturm „Bunte Kuh“ wo eine erste Verkostung stattfindet. Der Rückweg führt durch die Weinberge zum Ahrwein-Forum. Dort findet die Weinlagenwanderung mit einer kleinen von Paul Gieler begleiteten Verkostung ihren Abschluss.

Anmeldung: Tel. 34636 (Erich Felten). Die Teilnehmerzahl ist auf 30 begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Der Vorstand des Heimatvereins freut sich auf Ihr Interesse und Ihre Teilnahme.

750 Jahre St. Laurentius in Bildern

St Laurentius 1930Vortrag des Heimatvereins "Alt-Ahrweiler" e.V. am 23.05.2019 in der Zehntscheune

An die fünfzig interessierte Ahrweiler folgten der Einladung des Heimatvereins "Alt-Ahrweiler" zu einem Lichtbildervortrag aus Anlass des 750jährigen Jubiläums der Kirche St. Laurentius in Ahrweiler.

Hans-Georg Klein hatte eine reichhaltige Auswahl von Bildern der Kirche, aber auch des religiösen Brauchtums in Ahrweiler, zusammengestellt. Von der ältesten Darstellung der Stadt (1523), über Außen- und Innenaufnahmen des 19. und 20. Jahrhunderts bis hin zur Glockenweihe 2003 konnte man die verschiedenen Entwicklungen der Pfarrkirche nacherleben. Auch Prozessionen und die traditionelle Einholung der neuen Pfarrer am Niedertor, sowie Trinkzug-Altärchen vor dem Pfarrhaus oder im Eingangsbereich der Kirche (2018) und feierliche Beerdigungszeremonien wurden im Bild vorgestellt. Ein Kapitel beschäftigte sich mit das klösterlichen Leben in Ahrweiler, ein anderes mit den barocken Kreuzwegstationen, die von großzügigen Spendern einst gestiftet und bis in die jüngste Zeit immer wieder restauriert wurden.

Im Anschluss an den Lichtbildervortrag gab es Gelegenheit, Fragen an den 1. Vorsitzenden des Heimatvereins zu stellen.

Abschließend bedankte sich Karl Heinen als stv. Vorsitzender im Namen des Heimatvereins "Alt-Ahrweiler" beim Referenten Hans-Georg Klein für die gelungen Präsentation und auch die Zuschauer dankten ihm mit ihrem kräftigen Applaus.

Studienfahrt des Heimatvereins 2019

Bildungsreise des Heimatvereins Alt-Ahrweiler nach Holland zum Ijsselmeer
ein Reisebericht
 

Ijsselmeer
"Er sagt Du zu mir, da sag ich zu ihm, was sagst Du zu mir, er sagt, wie?"

 

1. Tag, Sonntag, den 12. Mai 2019
Ab 07:30 Uhr wurden die Teilnehmer der Bildungsreise 2019 des Heimatvereins an verschiedenen Haltestellen in Ahrweiler aufgelesen. Busfahrer Michael von Alfredo’s Erlebnisreisen begrüßte uns herzlich und verpackte fachmännisch und sicher unser Gepäck. Reiseleiter Karl Heinen konnte 37 Teilnehmer im hochmodernen Bus willkommen heißen. Alle freuten sich auf eine schönen Urlaub und über eine entspannte Fahrt.
Nach gut zweistündiger Fahrt wurde eine „Biopause“ eingelegt und Michael lud zum Frühstückspicknick ein: Frische Brötchen, heißer Kaffee, Eier, Käse, dicke Fleisch- und Schinkenwurst. Hierbei konnte man sich in lockerer Atmosphäre miteinander bekannt machen bzw. „alte“ Reisegefährten wieder begrüßen. Da der Tisch so reichlich gedeckt war, konnten noch polnische Truckerfahrer davon profitieren, die sich herzlich für die Spende bedankten.
Es dauerte nur noch gut 3 Stunden und wir erreichten gegen 13:15 Uhr unser Hotel in Heiloo. Unterwegs zeigte sich eine Teilnehmerin als besonders gedächtsnisfit, wusste sie doch den oben stehenden Spruch auswendig und fehlerfrei nachzusprechen. Diese Leistung wurde mit einem Piccolo belohnt. In Heiloo konnten jedoch unsere Zimmer erst ab 15:00 Uhr bezogen werden. Michael improvisierte und entführte den Bus kurzerhand nach Egmond an Zee, wo wir bei Sonnenschein an der Promenade entlangfuhren, einen „widerrechtlichen“ Zwischenstopp einlegten, so dass wir wenigstens kurz die frische Meeresluft schnuppern konnten. Pünktlich kamen wir dann am Hotel an und nahmen Quartier, das man als gut holländisch bezeichnen kann. Das Hotel hat einen langen Zimmerflügel mit zwei Geschossen, die Zimmer verfügen alle über Bad und Balkon. Wir richteten uns kurz ein und bereits um 15:45 Uhr gingen einige zum Ortszentrum von Heiloo, ein Fußmarsch von immerhin ca. 30 Minuten. Auf dem Weg zur „Weißen Kerke“ wurde das gute Wetter genossen. Die romanische Willibroduskirche liegt inmitten eines alten, romantischen Kirchhofs mit alten Grabsteinen. Der Heimweg führte an reizenden Einfamilienhäusern mit gepflegten grünen Vorgärten, ohne Schotter, zurück zum Hotel. Nach dem guten Abendessen folgte ein gemütlicher Abend in einer kontinuierlich wachsenden Runde am Kamin in der Halle, es wurde gleich viel gelacht, auf Wunsch gesungen und sich bei Wein und Bier gut unterhalten. Gegen 23:00 Uhr löste sich die Runde langsam auf, die Betten riefen ...

Ijsselmeer 12. Tag, Montag, den 13. Mai 2019
Unsere Wecker gingen heute nach einer sehr guten Nacht um 07:15 Uhr. Draußen lockte schon ein strahlend blauer Himmel. Um 08:00 Uhr fand sich unsere Gruppe im Frühstücksraum ein. Der Tag begann mit reichlich Rührei mit Speck, Aufschnitt und Käse, Brötchen und Süßbrot, Joghurt und anderem, lediglich am Kaffeeautomaten gab es einen Stau, da jede Tasse einzeln gebrüht wurde. Auf diese Weise gut gestärkt brachen wir um 09:30 Uhr nach Alkmaar auf, ein Ziel, das wir kurze Zeit später auch schon erreichten, lag doch unser Hotel nur 6 Kilometer entfernt. Die Gästeführer erwarteten uns und schnell teilten wir uns in zwei Gruppen auf, um zu Fuß diese romantische Stadt zu erwandern. So ging es vorbei an der Grote Kerk, an Grachten, durch romantische Gassen mit alten Bürgerhäusern, die mit Kanonenkugeln oder Schiffsreliefs verziert sind, an der Rotlichtgasse vorbei, hin zur großen Waag. Das mächtige Waaggebäude war früher Teil einer Klosterkirche. Hinter diesem Gebäude lädt ein holländisches Meisje aus Bronze zum Kuss ein. Dann ging es weiter zum alten Rathaus, wo die interessante Führung nach knapp zwei Stunden endete. In Kleingruppen erkundeten wir anschließend die Altstadt, tranken Cappuccino und besuchten einen Beginenhof, der eine beeindruckende Ruhe ausstrahlte. Weiter zogen wir zur alten malerischen Mühle. Wieder am Waagplatz kauften wir uns Karten zur Grachtenfahrt, an der schließlich die halbe Gruppe teilnahm, war doch die andere Hälfte uns schon vorausgefahren. Am frühen Nachmittag legte unser „Grachtenschoner“ ab. Bei herrlichem Wetter erkundeten wir nun vom Boot aus die Grachten, fuhren durch mittelalterliche Stadtviertel, aber auch durch hochmoderne, die mit großzügigen Terrassen locken. 21 Brücken mussten wir unterfahren, so dass die Fahrt auch sportliche Herausforderungen bot, mussten wir uns doch alle tief, tief ducken, um ohne Kopfschaden den Ausgangspunkt wieder zu erreichen. Die Fahrt war wunderschön und alle waren begeistert. Dann splittete die Gruppe sich erneut auf, manche gönnten sich eine Erfrischung oder ein leckeres Eis, andere kauften ein oder tranken wir noch einen Kaffee am alten Palais von Sonoy. Um 16:30 Uhr trafen sich alle wieder pünktlich am Bus, der uns nach Heiloo zurück brachte. Dort gingen die meisten auf ihre Zimmer, nutzten die Balkone, andere gingen auf die Terrasse und gönnten sich ein Bierchen. Das Wetter bot uns heute die erste Gelegenheit zu einem Sonnenbrand, die wir natürlich auch gleich nutzten.
In geselliger Runde mit viel Spaß wurde nach dem guten Abendessen der Abend beschlossen. Mancher Wein und mancher Genever wurde getrunken, in Erinnerungen geschwelgt und manche Dönchen aus der Heimat verzällt.

3. Tag, Dienstag, den 14. Mai 2019
Der Tag begann um kurz vor 8:00 Uhr mit einem leckeren Frühstück in der Morgensonne. Eine Stunde später startete unser Bus durch die Polderlandschaft mit ihren unzähligen Kanälen und zahlreichen Windmühlen zum Zuiderzee-Museum in Enkhuizen, welches wir um 10:15 Uhr erreichten. Dort gab es erst einmal für alle einen frischgebrühten Kaffee am Bus, während die Karten besorgt wurden. Mit der Fähre fuhren wir anschließend vom Parkplatz aus, quer durch die Bucht, zum Freilichtmuseum - Kommern in Holland! Dort hatten wir gut zwei Stunden Zeit, uns die Häuser, Lädchen und Werkstätten anzuschauen und die romantische Stimmung zu genießen. Überall wurde man freundlich empfangen, die gewaschenen Onderbützje hingen quer über die Straße und viele Museumsmitarbeiter liefen in Tracht mit Klompjes umher. Man konnte Tiere beobachten, zur Kirche gehen, Souvenirs einkaufen oder im Café einen solchen trinken. Die Sonne lachte - nur die Mückenschwärme minderten etwas das Vergnügen. Um 13:15Uhr brachte uns die Fähre dann in das Stadtzentrum von Enkhuizen. Wir betraten die Stadt durch das Dromedaris (Dromedar-Stadttor). Auch hier Grachten, gemütliche Häuser, romantische Straßen – eine ganz andere, viel ruhigere Atmosphäre als in Alkmaar. In Kleingruppen erkundeten wir die Stadt. Leider waren alle Kirchen verschlossen, eine Kirche steht sogar zum Verkauf. Das nahezu geschlossene Stadtensemble scheint einem Vermeer-Gemälde entsprungen zu sein. Zum Abschluss gab es noch ein Eis nahe am Hafen und um 17:15 Uhr trafen sich alle am Bahnhof, wo unser Bus uns schon erwartete. Eine Teilnehmerin gab noch ihr "Vaterunser" zum Besten, aber da kommen wir später noch einmal darauf zurück… Die Rückfahrt war etwas ruhiger, das Erlebte musste/wollte verdaut werden. Gegen 18:15 Uhr erreichten wir wieder unser Quartier, wo die meisten auf ihre Zimmer gingen. Dem auch heute wieder schmackhaften Abendessen schloss sich erneut ein gemeinsamer geselliger Abend bis 23:00 Uhr an.

4. Tag, Mittwoch, den 15. Mai 2019
Die meisten Teilnehmer freuten sich über die guten Nächte im Hotel, manche erklärten sogar, besser zu schlafen als zu Hause. Also nach einer erneut guten Nacht traf sich unsere Gruppe pünktlich um 8:00 Uhr zum Frühstück, das wir alle in Ruhe genießen konnten, da unser Bus heute erst um 9:30 Uhr startete. Über kleine Straßen, wieder vorbei an einer Bilderbuchlandschaft mit vielen Kanälen, Bauernhöfen und Windmühlen ging es nach Edam, unserem heutigen Ziel. An der großen Kirche begrüßten uns kurz nach der Ankunft unsere beiden Stadtführer, die uns die Geschichte der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten näherbrachten. „Wer Edam gesehen hat, braucht nicht mehr nach Amsterdam“, so unser Stadtführer und er hat Recht: Viele kleine Brücken, Grachten mit Bürgerhäusern, Rathaus und Museum mit schwimmenden Keller, Fleischmarkt und Käsemarkt, gemütliche Gassen und schöne Plätze. Es hat wohl allen sehr gut gefallen.Ijsselmeer 2 Nach der gut einstündigen Führung hatten wir dann noch 1,5 Stunden Freizeit in der Stadt. Einige sahen sich das Museum an, andere bummelten durch die Shops und Cafés, es wurde frischer Fisch vom Markt gegessen und/oder Eis geschleckt. Dabei begleitete uns Petrus treu mit lachendem Sonnenschein. Gegen 13:00 Uhr strömte unserer Gruppe in die Grote Kerk, die heute eigentlich wegen eines Konzertes geschlossen war. Wir stürmten aber das Gebäude, das beeindruckend groß für diese kleine Stadt ist und über schöne Glasfenster verfügt. Um 13:30 Uhr brachte der Bus uns anschließend zur nahe liegenden Käserei und Holzschuhschnitzerei. Hier wurde uns kurz erläutert, wie der Käse und wie die Klompjes hergestellt werden, natürlich nicht, ohne uns beides und andere Souvenirs zum Kauf anzubieten. Anschließend bot Michael uns als Zugabe an, uns nach Vollendam an den Hafen zu fahren, wo wir nochmals Freizeit hatten, direkt am Ijsselmeer entlang bummelten, die Sonne genossen und etwas in den Cafés tranken. Um 16:30 Uhr ging es wieder in Richtung Hotel zurück, wobei ein paar Liedchen im Bus gesungen wurden. Wieder in Heiloo Uhr ging jeder auf sein Zimmer, genoss die Sonne auf dem Balkon, um 30 Minuten später im Speisesaal das Abendessen zu sich zu nehmen. Unser treuer Busfahrer Michael bot an, heute Abend die noch Unternehmungslustigen nach Alkmaar zu fahren. Schnell fand sich eine Gruppe, die diese Gelegenheit nutzte. An der Grote Kerk wurden wir abgesetzt, zu Fuß ging es durch die Fußgängerzone am Rathaus vorbei zum alten Käsemarkt und zum Fischmarkt. Dort kehrten wir in die gemütliche Kneipe "de Koning" ein, wo wir bis ca. 22 Uhr Wein tranken und uns gut unterhielten. Dann bummelten wir über den Käsemarkt, genossen die nächtliche Beleuchtung der prachtvollen Gebäude. An der Grote Kerk begrüßte uns eine Musikkapelle mit heißen Rhythmen. Zum Absacker ging es dann noch ins "Laurence", wo wir bis Mitternacht noch weiter zauberten. Dort riefen die netten Ober uns Taxis und in zwei Gruppen ging es in rascher Fahrt heimwärts. Das Wetter war heute wieder traumhaft. Es war ein wirklich schöner Tag.

5. Tag, Donnerstag, den 16.Mai 2019
Trotz einer für einige Teilnehmer etwas kürzeren Nacht trafen alle pünktlich zum Frühstück ein. Inzwischen läuft auch die Kaffeeversorgung routiniert und jeder konnte nach seiner Façon, eine gute Grundlage für den Tag zu sich nehmen. Dabei konnten wir das Frühstück in aller Ruhe genießen, denn auch heute startete unser Bus wieder entspannt um 09:30 Uhr, unser Tagesziel hieß Hoorn. Um 10:15 Uhr erreichten wir dieses schöne Städtchen, Michael hatte einen Kaffee für uns vorbereitet und die beiden Gästeführer erwarteten uns bereits. Um 10:30 Uhr erkundeten wir dann in zwei Gruppen unter fachkundiger Leitung diese romantische Stadt mit ihrem historischen Hafen, dem Stadttor "Oosterpoort", den mächtigen Bürgerhäusern und nostalgischen Gassen. Wir lernten etwas über die Stadtgeschichte und den Krieg der Geusen mit den Spaniern, über die Trockenlegung und die Polderwirtschaft, über die Baukunst mit den unterschiedlichen Giebelformen und dem sehr dekorativen Hausschmuck, der uns etwas über die einstigen Bewohner der Häuser verriet. Die Führung endete am Hauptplatz "Roode Steen" mit dem prächtigen "Statencollege" und der Waage, beides Zeugen des "Goldenen Zeitalters", welches die Stadt im 16. und 17. Jahrhundert geprägt hat. Auf diesem Platz versuchten wir unser erstes Gruppenfoto, dem sich aber sechs Teilnehmer durch Flucht entzogen. Anschließend eroberten wir die Stadt und ihre Cafés in Kleingruppen, durchwanderten die Gassen, kauften Käse und Souvenirs, sahen uns die einzige geöffnete - natürlich katholische - Kirche an und genossen sehr die Sonne am Hafen mit dem Hauptturm von 1532. Während es nämlich heute vormittags noch bedeckt war, kam ab mittags die Sonne strahlend hervor. Es war eine sehr entspannte, heitere Atmosphäre. Um 16:00 Uhr trafen wir dann, aus verschiedenen Richtungen kommend, wieder am Bus ein, so dass wir pünktlich die Fahrt zurück mach Heiloo antreten konnten, das wir nach einer Stunde erreichten. So gab es bis zum Abendessen genügend Zeit der Entspannung und für den Chronisten die Möglichkeit, die Ereignisse des Tages festzuhalten.
Dem leckeren Abendessen folgte ein letzter geselliger Abend am Kamin und an der Bar. Interessant war die „Bezahlzeremonie“, die sich ziemlich zeitaufwändig gestaltete, da die Empfangsdame überfordert war und das System sich als ziemlich ausbaufähig erwies. Dies tat aber dem sehr schönen Tag und lustigem Abend keinen Abbruch.

Ijsselmeer 36. Tag, Freitag, den 17. Mai 2019
Heute hieß es Abschied nehmen, doch sollte der Tag noch einen weiteren Höhepunkt bieten. Vor dem Frühstück wurde schon mancher Koffer gepackt, dann stärkten wir alle uns noch einmal in aller Ruhe kräftig am leckeren Frühstücksbüffet. Anschließend wurden die Zimmer geräumt und die Koffer zum Bus gebracht, wo Michael sie sicher verstaute. Nachdem die Zimmerkarten abgegeben waren, brachen wir pünktlich um 09:30 Uhr in Richtung Doorn, dem letzten Ziel unserer diesjährigen Bildungsreise, auf. Die Straßen waren frei und wir kamen gut durch, so dass wir unseren Zielort schon nach gut einer Stunde erreichten. Wir parkten unweit des Haupteingangs und gingen durch das Torgebäude in den Park von Haus Doorn, wo wir vor dem Schloss bereits von unseren Schlossführern begrüßt wurden. Bevor die Führungen in zwei Gruppen aber begannen, wurde auf der Schlosstreppe Aufstellung genommen, um das obligatorische Gruppenfoto machen zu können. Diesmal hat es geklappt! Hierbei half Michael, unser Busfahrer, so dass auch alle auf dem Foto vertreten sind. Anschließend besichtigten wir den Exilwohnsitz von Kaiser Wilhelm II., den dieser von 1921 bis 1941 zunächst mit Kaiserin Auguste Viktoria, später dann mit seiner zweiten Ehefrau Hermine bis zu seinem Tode bewohnte. So sahen wir die Empfangshalle, das Speise- und Herrenzimmer sowie das Arbeits- und das Schlafzimmer, aber auch das Bad und die Küche und noch vieles mehr. Alle Räume sind mit persönlichen Gegenständen des Kaisers gefüllt, mit Erinnerungen an die Kinder und die geliebten Reisen, seinem Sattelstuhl am Schreibtisch, dem Stammbaum und den deutlichen Hinweisen auf die verwandtschaftlichen Beziehungen zum niederländischen Königshaus. Das Haus atmet eine Atmosphäre, als ob der Ex-Kaiser mal eben weg wäre, vielleicht zum Holzhacken? Die Führungen waren wieder ganz hervorragend und boten einen guten Einblick in die letzten Jahre eines der ehemals mächtigsten Männer seiner Zeit. Im Anschluss an die Führungen stand freie Zeit zur Verfügung, viele spazierten durch den großen Park mit Mausoleum, Rosarium - einer Oase der Ruhe - und dem Holzsägeplatz, an dem seine Majestät sich fleißig betätigte. Fast alle strebten früher oder später zum Café in der Orangerie, einige zog es aber auch in den Ort, um dort noch ein Eis zu essen. Um 14:30 Uhr erwartete uns Michael an unserem Bus mit Kaffee und heißen Würstchen. Auch in Haus Doorn ließ uns Petrus nicht im Stich, das Wetter hielt und sogar die Sonne zeigte sich. Nach einer halben Stunde ging es dann auf die letzte Etappe unserer Fahrt. Auf dieser schliefen einige, andere lasen, manches Piccolöchen wurde geleert, Karl bedankte sich im Namen des Heimatvereins bei den Mitreisenden für die harmonische Reise mit guter Laune und schönen Abenden. Ein besonderer Dank galt unserem Busfahrer Michael, der uns sehr sicher von einem Ort zum anderen brachte und uns gut betreute. Zum Abschluss kündigte Karl an, dass im kommenden Jahr eine Reise zum Gartenparadies Wörlitz angedacht sei. Anschließend dankte Hans-Georg wiederum Karl und Iris für die Vorbereitung dieser Fahrt und schließlich bedankte sich auch Michael bei den Teilnehmern. Ohne größere Stauzeiten erreichten wir gegen 18:15 Uhr wieder unser Heimatstädtchen Ahrweiler.
Was bleibt von einer solchen Fahrt? Viele schöne Erinnerungen an sehenswerte Städte und Orte, viele nette, zum Teil neue, Bekanntschaften, interessante Gespräche, so manche Lachfalte - und, ach ja, sogar ein neues Gebet:

"Vater unser, unser einer,
Diese Nacht schon wieder keiner,
Das Bett ist lang, das Bett ist breit
Und wenn man so alleine leit,
Wird die Nacht zur Ewigkeit.
Amen!"

750 Jahre St. Laurentius in Bildern

750 Jahre St LaurentiusDer Heimatverein „Alt-Ahrweiler“ lädt alle Interessierten zu einem Lichtbild-Vortrag über 750 Jahre St. Laurentiuskirche ein.

Termin: Donnerstag, den 23. Mai 2019
Ort: Zehntscheune
Beginn: 19.30 Uhr

Der Eintritt ist frei. Der Vortrag wird etwa eine Stunde dauern.

Der Vorstand des Heimatvereins würde sich über zahlreiche Besucher freuen. Es werden Bilder vor allem über das ausgeprägte Prozessionswesen in der Pfarrei, über alten Darstellungen unserer Kirche, über die traditionellen Einholungen neuen Pfarrer usw. gezeigt.

Lichtbilder-Spaziergang durch die Wilhelmstrasse

Vortrag des Heimatvereins "Alt-Ahrweiler“ e.V. am 24.04.2019 im Stern

Wilhelmstr 2019 04 02Wilhelmstr 2019 04 01Über fünfzig Interessierte folgten der Einladung des Heimatvereins „Alt-Ahrweiler“ und begleiteten Karl Heinen auf einen spannenden, ca. 90-minütigen Lichtbilder-Spaziergang durch die letzten 170 Jahre der Ahrweiler „Wilhelmstraße“. Diese Straße wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts bevorzugte Wohngegend des wohlhabenden Bürgertums, Ärzte und Notare siedelten sich dort an, ebenso auch Behörden, etwa das Landratsamt und das Amtsgericht, bis hin zum Ahrweiler Bahnhof. Dort, in der lichten Vorstadt, baute man sich sein repräsentatives Haus im großen Garten.

Den ersten Abschnitt widmete Karl Heinen, unter der Überschrift “Verpasste Chancen“, den verloren gegangenen Gebäuden links und rechts der Straße. Anhand zahlreicher alter Aufnahmen entstanden wieder die alten Vorgängergebäude, etwa das “Bahnhof-Hotel“, der einzige Bau in reinstem Jugendstil der Stadt Ahrweiler, das Bahnerhaus oder das Blumengeschäft Letzel. Im Kontrast hierzu entstanden Bürobauten der modernen Art oder Geschäftsbauten, die Karl Heinen den Zuschauern auch präsentierte. Ein Zuschauer äußerte im Anschluss an die Veranstaltung, dass ihm die Tränen hätten kommen können.

Im zweiten Abschnitt befasste sich Karl Heinen mit den noch stehenden Häusern, die er detailreich beschrieb. Hier lag der Schwerpunkt dieses Spaziergangs. Wie oft geht man an diesen Häusern vorbei, ohne auf die vielen Einzelheiten genau zu achten, hier ein Erker, eine Loggia, ein Türmchen, da eine Gaube, eine Wetterfahne mit Jahreszahl, eine Verzierung, eine alte Haustür. Mit wie viel Liebe zum Detail wurden diese Häuser erbaut, der Stolz der Besitzer, und mit wie viel Liebe und Sachverstand wurden und werden diese Häuser bis heute gepflegt und restauriert. Auch hier brachte Karl Heinen viele positive Beispiele und bedankte sich an dieser Stelle bei den sorgsamen Besitzern, die auch einen wesentlichen Beitrag zu Ahrweilers baulicher Schönheit leisten.

Schließlich ließ der stv. Vorsitzende des Heimatvereins einen möglichen Blick in die Zukunft schweifen, so überschrieb er seinen dritten Abschnitt des Spaziergangs mit “Visionen und Träume“. Anschaulich und prägnant zeigte er anhand vieler Simulationen, wie sich relativ schlichte Häuser durch die Auswahl von passenden Fenstern, den Rückbau von Ladeneinbauten, den Einsatz von Dachgauben oder die Wiederanbringung von Klappläden in wahre Schmuckstücke verwandeln ließen. Die Zuschauer waren von diesen Visionen sehr beeindruckt.

Hans-Georg Klein bedankte sich als Vorsitzender des Heimatvereins “Alt-Ahrweiler“ bei Karl Heinen und die Zuschauer spendeten reichlich Applaus. Im Anschluss an die Veranstaltung entwickelten sich lebhafte Gespräche zum Thema Denkmalschutz in Ahrweiler, dessen Förderung satzungsgemäß ein wesentlicher Zweck des Heimatvereins “Alt-Ahrweiler“ ist.

In loser Folge wird der Heimatverein deshalb in Zukunft, beginnend mit Häusern an der Wilhelmstraße, deren Geschichte und deren architektonischen Besonderheiten an dieser Stelle präsentieren.

Statt Kaffee gab es "Muckefuck"

Pressebericht von Thomas Weber, Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rhein-Zeitung 24.04.2019)

Beim Mundartabend der Plattakademie Ahrweiler wurden Erinnerungen wach
 
PA 2019 04 12 01PA 2019 04 12 02Der zweimal im Jahr veranstaltete Mundartabend der Plattakademie des Ahrweiler Heimatvereins ertreut sich großer Beliebtheit. Durch das Programm bei der Frühjahrsausgabe am vorletzten Freitag führte Karl Heinen, der rund 100 Gäste in Bell's Restaurant begrüßen konnte. Sie hatten ihren Spaß bei den in Reimform oder Prosa vorgehaltenen Beiträgen der Rednerinnen, Redner und Musiker, die längst nicht nur aus Ahrweiler kamen. Drum war man auch nicht ausschließlich aufs genaue "Ahrweiler Platt" fixiert, auch wenn Heinen selbst einen Text von Mariaanne Slater mit genau dieser Überschrifl vortrug. Die Quintessenz: "oos Platt verliert mer net." Einmal Dialekt, immer Dialekt also. Brunhilde Dörr erzählte von der Nachkriegszeit, als die Kinder auf der Straße Verstecken oder Nachlaufen spielten und oftmals recht derbe Sprüche beim Auszählen von den Lippen kamen. Werner Schüller berichtete von seiner Messdienerzeit und dem Tag, an dem man dem Pastor den Messwein weggetrunken hatte. Mit dem Text eines Liedchens aus Köln erinnerte Christel Fritzen an so manch einen ablehnenden Spruch der Eltern, wenn die Kinder mal wieder große Wünsche hatten: "De Jeiß wull ene lange Stätz hann." übersetzt: Die Ziege wollte einen langen Schwanz. Sie bekam jedoch keinen.
Manfred Kollings recht eigenwillig interpretierte Weihnachtsgeschichte sollte verdeutlichen, wie Jesus zu seinem Namen kam, oder besser: wie der Rheinländer sich das vorstellen kann. Ob tatsächlich der groß gewachsene Balthasar mit dem Kopf gegen das Stallgebälk knallte und "Oh Jesses" ausrief, ist jedoch so nicht überliefert. Da stimmte schon eher die Story vom Lebenskünstler, die Johanna Gies vortrug und die vom Leben eines Mannes, der Krieg und Gefangenschaft erlebte, aussah. PA 2019 04 12 03Auch Margret Nischalke blickte knapp 60 Jahre zurück und fragte, ob 1960 tatsächlich alles billiger war. Sie hatte damals die Preise notiert: 75 Mark Miete für eine Dreizimmerwohnung ohne Bad und ohne Heizung, acht Mark für einen Zentner Kartoffeln. Vom Stundenlohn konnte sich zwei Tafeln Schokolade kaufen und statt Kaffee gab es unter der Woche nur "Muckefuck." In diese Zeit passten auch die Bräuche der Junggesellen, von denen Lothar Pötschke berichtete. Da bekam jedes Mädchen einen Maibaum, Mailehen wurden zunächst gesteigert, am Maitag selbst fand der Antrittsbesuch statt. "Wenn man denn noch wusste, wo man des nachts einen Baum stellte", so Pötschke, der die Lacher auf seiner Seite hatte. An längst vergessenes Brauchtum, wie die "Maipolizei", erinnerte er ebenfalls. Anne Horst schließlich hatte Ephraim Kishons Satire eines Anrufs mit Einladung zum Chef nach Hause frei übersetzt. "War da nun ein Essen geplant, oder nicht?" Während Peter Kasper sich mit den Sternzeichen und dem "Hokuspokus" darum beschäftigte, erzählte Rita Lauter über Dinge "en un öm Ahrweile eröm." Fred Fritzen tischte zum Abschluss dem Auditorium noch ein "Kölsche Delikatesse" auf, ehe Tommy und Wolfgang Geller, die den Mundartabend musikalisch begleitet hatten, das obligatorische "Kutt jot heim" anstimmten.

Historische Vortragsreihe des Heimatvereins „Alt-Ahrweiler"

LogoHans-Georg Klein referierte über die Hexenverfolgung in Ahrweiler

Neue Quellenfunde lassen die Zeit der Hexenverfolgung in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in einem neuen Licht erscheinen. Der Referent Hans-Georg Klein, neu gewählter Vorsitzender des Heimatvereines ,,Alt Ahrweiler", wies in seinem Vortrag nach, dass die Hexenverfolgung in Ahrweiler in erster Linie von der Bevölkerung selbst ausgelöst und betrieben wurde. VEs kam wegen der scheinbaren Säumigkeit des Rates und des Schöffengerichtes unter den Bürgern zu tumultartigen Aufläufen mit einem steuerstreik. Ein Hexenausschuss setzte schließlich die Verfolgung der Hexen durch, um größeren Schaden, wie er argumentierte, von der Stadt und ihren Menschen abzuwenden. Dieser Hexenausschuss ist die bislang erste nachweisbare Bürgerinitiative in Ahrweiler. Es ist davon auszugehen, dass es Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhunderts keine Menschen gab, die nicht an Hexen glaubten. Selbst die Gegner der Hexenverfolgung stritten die Existenz der Hexen nicht ab. Der einzige Unterschied war aber entscheidend. Die Gegner der Hexenprozesse weigerten sich, die sogenannten "Besagungen", also die meist erzwungenen Aussagen über Hexenflug, Hexensabbat usw. als gerichtsrelevant an zuerkennen. Diese Erlebnisse würden den Hexen vom Teufel nur vorgegaukelt und seien somit kein Beweismittel. Der Referent zeigte mit akribischer Recherche an Hand der Ratsprotokolle und eines Prozesses vor dem Bonner Hofrat, wie dieses .Große Brennen" aus Hysterie, Angst und Missgunst geschehen konnte, das über 70 Menschen in Ahrweiler das Leben kostete. Das war aber den im Hexenausschuss agierenden Bürgern immer noch nicht genug. Selbst als der Hofrat die Hexenprozesse in Ahrweiler einstellen ließ, protestierten namentlich bekannte Bürger heftig. Bei diesem "Großen Brennen" zwischen 1628 und 1632 wurden in Ahrweiler entgegen dem landläufigen Vorurteil fast genauso viele Männer wie Frauen hingerichtet (48% Männer und 52% Frauen). Unter "Schadenszauber" wurden Viehtod, Naturkatastrophen, Todesfälle und anderes subsummiert und die angeblich Schuldigen angeklagt, die auch die Prozesskosten zu tragen hatten und an denen sich manch ein Beteiligter ein gutes Salär verdiente.
Die immer wieder genannte Margarete Hansmann, Frau des oftmaligen Bürgermeisters und Prümer Hofschultheißen Nikolaus Stapelberg, starb schon ausweislich der Ratsprotokolle im Jahre 1623 und konnte so nicht 1628 als Hexe verbrannt worden sein.
Dieses Vorurteil scheint in der Ahrweiler Geschichtsschreibung nicht auszurotten zu sein. Im Übrigen zeigen neue Quellenfunde, wie der Referent nachwies, dass Margarete Hansmann bis 1595 mit Hubert Walmrodt, Ahrweiler Schöffe und Neuenahrer Rentmeister, verheiratet gewesen war. Mit dem Einmarsch der Schweden 1633 endete die Hexenverfolgung fast zur Gänze. Aus dem Auditorium kamen Fragen zur Rolle der Geistlichkeit, der Belagerung der Saffenburg und zur Aufführung eines Theaterstückes zur Hexenverfolgung in Ahrweiler in den siebziger Jahren.

Lichtbilder-Spaziergang durch die Wilhelmstrasse in Ahrweiler

wilhelmstrasse 1 01wilhelmstrasse 1 03Der Vortrag findet am Mittwoch den 24.04.2019 um 19.30 Uhr im Saal des „Sternchen“ am Markt statt.
Durch den Abend wird sie Karl Heinen führen.

Die Wilhelmstraße, seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, die Straße für die wohlhabenden Leute von Ahrweiler, die sich ihre Wohnsitze in den damals modernen, noblen und repräsentativen Baustilen errichteten. Sie war auch die Straße für Behörden wie Landratsamt, Amtsgericht, Zollamt und ebenso der Rechtsanwälte und Notare. Auch der früher einzige Bahnhof unserer Stadt lag an dieser Straße.

Unser Rundgang will Ihnen die Pracht, die Schönheit und die Stile und Geschichte dieser Villen und Häuser näherbringen,wilhelmstrasse 1 02 aber auch verpasste Chancen nicht verschweigen.

Wechsel an der Spitze des Heimatvereins Alt-Ahrweiler

Hans-Georg Klein übernimmt Vorsitz - Wilbert Herschbach wird Ehrenvorsitzender

Bericht von Thomas Weber

JHV 2019An der Spitze des Heimatvereins Alt-Ahrweiler hat es einen Wechsel gegeben. Bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag im Ahrweiler Hotel "Zum Stern" trat der langjährige Vorsitzende Wilbert Herschbach nicht mehr zur Wiederwahl an. Einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt wurde der bisherige zweite Vorsitzende Hans-Georg Klein. Dessen erste Amtshandlung bestand darin, nach einem einstimmigen Votum der Versammlung Herschbach die Würde des Ehrenvorsitzes auszusprechen. Der Geehrte war 15 Jahre lang Vorsitzender des Heimatvereins. "Du bist der Vater der Dokumentationsstätte Regierungsbunker, die nur durch deine Hartnäckigkeit so entstanden ist. Du hast Weitsichtigkeit und Standfestigkeit betrieben", so Klein in seiner kurzen Laudatio.
Ehrenvorsitzender 2019Die Wahl Kleins an die Vereinsspitze bewirkte neben den ohnehin anstehenden Wahlen einiger Vorstandsposten eine Fülle von Nachwahlen. So wurde der bisherige Schriftführer Karl Heinen zum neuen zweiten Vorsitzenden gewählt, ins Amt des Schriftführers wählte die Versammlung Hilko Pacyna-Heinen. Als Schatzmeister wurde Bernd Schrading bestätigt. In Beisitzerämlern bestätigt wurden Rainer Sturm, Andreas Geschier und Dominik Klein, neu im Vorstand als Beisitzer ist Klaus Terporten. Alle Wahlen endeten einstimmig.
Die anstehenden Wahlen hatten eine große Mitgliederschar angelockt, 67 der insgesamt 713 Mitglieder waren zur Versammlung gekommen und hörten zunächst im Jahresrückblick von Karl Heinen noch einmal einiges über die vielfältigen Aktiviläen des Vereins, wie der Plattakademie oder dem "Knollekopp"-Schnitzen für Kinder an St. Martin, beides zum Erhalt der örtlichen Traditionen. Studienreisen gingen in die Lüneburger Heide und an die Saar, vor Ort wurde eine Mühlenwanderung mit anschließendem Vortrag angeboten. Der Heimatverein zeigt sich gleichermaßen traditionell, wie modern. So hat Klaus Terporlen eine Stadtführung per Handy-App entwickelt. Heinen betonte aber auch, dass der Verein auf zwei Säulen stehe. Neben den satzungsgemäßen Aufgaben auf der einen Seile betreibt der Heimatverein seil mehr als zehn Jahren die Dokumentationsstätte Regierungsbunker mit einer unglaublichen Erfolgsgeschichte. Dort wird im kommenden Jahr der Eine-Millionste Besucher erwartet. Folglich ist dasProjekt auch finanziell nicht mit dem ideellen Vereinszweck zu vergleichen. Schatzmeister Bernd Schradings Bilanz zeigte einen weiterhin ungebrochenen Ansturm auf den "Bunker." 75.000 Besucher in 2018 bedeuteten Einnahmen von 595.000 Euro. Dem standen Ausgaben von 591.000 Euro gegenüber, hierin enthalten sind aber auch schon 91.000 Euro an in 2018 entstandenen Kosten für den derzeitigen Neubau von Toiletten- und Wirtschaftsgebäude, so dass unterm Strich eigentlich knapp 100.000 Euro übrig geblieben sind. Geld, dass dem Bund gehört und das vom Verein nur verwaltet wird. Dort sind mittlerweile 1,25 Millionen Euro aufgelaufen. "Der Neubau wird nun aber einige Hunderttausend verschlingen", so der Schatzmeister. Im ideellen Bereich schloss der Heimatverein das Jahr 2018 mit einem Defizit von 4.000 Euro ab. Das war nicht ungeplant, die hohen Kassenbestände will man nach und nach zurückführen, um die Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden, so Schrading. Für dieses Jahr legte er allerdings einen fast ausgeglichenen Haushalt vor. "Der Bunker ist einem mittelständischen Unternehmen gleichzusetzen", betonte Rechnungsprüfer Paul Radermacher auch die monetären Auswirkungen gerade in der Stadt und den umliegenden Orten. Wer den Bunker besucht, und das sind Menschen aus aller Welt, lässt auch Geld vor Ort. Die Rechnungsprüfer Radermacher und Antonius Kohlhaas bestätigten die ordnungsgemäßen Kassenführungen, Schatzmeister und Vorstand wurden einstimmig entlastet.

Chronologie der Hexenverfolgung in Ahrweiler

Der Heimatverein „Alt-Ahrweiler" lädt ein zu einem interessanten geschichtlichen Vortrag ein.

am Donnerstag, den 11. April 2019, Beginn 19.00 Uhr

in der Alten Synagoge (Altenbaustr.)

Der Eintritt ist frei.

Ein Vortrag von Hans-Georg Klein im Rahmen der historischen Vortragsreihe des Heimatvereins ,,Alt-Ahrweiler" Neue Quellenfunden lassen die Zeit der Hexenverfolgung in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in einem neuen Licht erscheinen. Der Referent weist nach, dass die Hexenverfolgung in unserer Stadt in erster Linie von der Bevölkerung selbst ausgelöst und betrie-ben wurde. Es kam wegen der scheinbaren Säumigkeit des Rates und des Schöffengerichtes unter den Bürgern zu tumultartigen Aufläufen und zu einem Steuerstreik. Der Hexenausschuss setz1e schließlich die Verfolgung der Hexen durch, um größeren Scha-den, wie er argumentierte, von der Stadt und ihren Menschen abzuwenden. Der Referent zeigt an Hand der Ratsprotokolle und eines Prozesses vor dem Bonner Hofrat, wie dieses .Große Brennen" aus Hyste-rie, Angst und Missgunst geschehen konnte, das über 70 Menschen in Ahrweiler das Leben kostete. Das war aber den im Hexen-ausschuss agierenden Bürgern immer noch nicht genug. Selbst als der Bonner Hofrat die Hexenprozesse in Ahrweiler einstellen ließ, protestierten namentlich bekannte Bürger heftig.

Der Vorstand des Heimatvereins würde sich über Ihr Interesse freuen.

Traditioneller Mundartabend (Plattakademie)

Der Heimatverein „Alt-Ahrweiler“ lädt am Freitag, den 12. April 2019 zum traditionellen Mundartabend ein.
Veranstaltungsort ist Bell's Weinrestaurant & Biergarten in der Niederhutstraße 29a, in Ahrweiler.

Beginn 19.00 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr), der Eintritt ist frei.

Auf Ihren Besuch freut sich der Heimatverein „Alt-Ahrweiler“

Dr. Wilbert Herschbach
1. Vorsitzender

Jahreshauptversammlung 2019

Einladung

zu der gemäߧ 7 der Vereinssatzung am Donnerstag, dem 28. März 2019 um 19.30 Uhr im Hotel „Zum Stern", Ahrweiler, Marktplatz 9, stattfindenden Jahreshauptversammlung 2019 des Heimatvereins „Alt-Ahrweiler" e.V.

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Jahresberichte
  3. Jahresrechnung, Rechnungsprüfungsbericht, Entlastung des Vorstandes
  4. Satzungsänderung, Entwurf liegt als Tischvorlage vor
  5. Haushaltsvoranschlag 2019, Jahresbeitrag
  6. Wahl der Mitglieder des Vorstandes gemäß § 6, Abs. 2 der Vereinssatzung:
    Es sind zu wählen: Erster Vorsitzender, Schatzmeister, 4 Beisitzer
    Hinweis: Durch eventuelle Ablehnung einer weiteren Kandidatur eines Amtsinhabers ist dann in jedem Fall dieses Amt neu zu besetzen. In der Folge können sich - je nach Kandidatur und Ergebnis der Wahl -Folgewahlen zum Vorstand ergeben, wenn ein derzeitiges Vorstandsmitglied für ein anderes satzungsmäßiges Vorstandsamt kandidiert und gewählt wird, da dies automatisch zur Beendigung des bisherigen Vorstandsamtes führt; eine Person kann nicht zugleich zwei Vorstandsämter innehaben.
  7. Ehrungen
  8. Beschlussfassung über Anträge, die bis zum 20. Mlärz 2019 beim Vorstand schriftlich eingegangen sind.
  9. Aktivitäten 2019 - Erläuterung der Studienfahrt 2019
  10. Verschiedenes

Nach dem offiziellen Ende zeigt der Heimatverein eine Diaschau: "Die Wilhelmstraße - Viel Glanz aber auch verpasste Chancen" (Karl Heinen)
Es wird um zahlreiches Erscheinen gebeten. Ein Imbiss wird gereicht.

Mit frohem Heimatgruß


Heimatverein „Alt-Ahrweiler"
Der Vorstand

Gedenken an die Bombenopfer des 29. Januar 1945

Am Dienstag, 29. Januar, jährte sich wieder einer der schwärzesten Tage der Ahrweiler Stadtgeschichte und insbesondere der Ahrhut. Am 29. Januar 1945 wurden durch die Luftangriffe auf Ahrweiler viele Mitbewohner Opfer des Bombenkrieges, denen am Dienstag mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius und anschließend an der Gedenkstätte auf dem Friedhof am Ahrtor gedacht wurde. Im Anschluss trafen sich die Teilnehmer noch zum gemeinsamen Gedankenaustausch mit den letzten Zeitzeugen im Weinhaus Coels.

Ahrweiler fühlt sich bei LaGa-Planungen abgehängt

Die stellvertretende Ortsvorsteherin Monika Busch plädiert für Hängebrücke im Tal der Adenbach

Bericht Thomas Weber - Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler

Hutenfest Adenbachhut 1Zu Ehren ihrer Schutzpatronin Maria feierte die Hutengemeinschaft der Ahrweiler Adenbachhut am vergangenen Samstag das Patronats- oder Hutenfest. Der Vorsitzende und Hutenmeister Bernd Koll konnte nach einem von Dechant Jörg Meyrer zelebrierten Gottesdienst rund 100 Hutenbewohner und Ehrengäste im "Sternchen" am Ahrweiler Markt begrüßen. Und weil das Hutenfest auch immer der Information der Bürger dient, berichteten Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft über die aktuelle Entwicklung in ihren Bereichen. Bürgermeister Guido Orthen reduzierte dabei seine Informationen auf die Entwicklung des Förderprogramms Historische Stadtbereiche, immerhin zehn von 31 Förderprojekte in Ahrweilers Altstadt kommen aus der Adenbachhut. Das Stadtoberhaupt stellte aktuelle politische Entwicklungen in den Vordergrund. Über die Landesgartenschau (LaGa) wolle er nicht reden, tat es aber indirekt doch. Orthen plädierte ob der Diskussion über den alten Baumbestand am Neuenahrer Ahrufer generell dafür, sachlich komplexen Themen nicht mit einfachen Fragen zu begegnen und sprach sich klar gegen den derzeit vorherrschenden Populismus aus.
Hutenfest Adenbachhut 2Den sieht Ahrweilers stellvertretende Ortsvorsteherin Monika Busch in Sachen LaGa in Ahrweiler wohl eher nicht. Ganz im Gegenteil, sie und der Ortsbeirat sehen den Stadtteil bei den derzeitigen Planungen „abgehangen", wie Busch betonte. In Ahrweiler passiere wenig, nachdem der Verkauf des Klosters Calvarienbergs gescheitert sei und dort die Planungen nicht vorangetrieben würden: "Die Mitbürger in Ahrweiler sollten das Gefühl haben, auch Teil der LaGa zu werden", forderte sie und brachte für die Gartenschau den Pfarrgarten als mögliche "Oase der Ruhe" ins Spiel. Ein Höhepunkt in Ahrweiler könnte aber auf jeden Fall die avisierte Hängebrücke im Tal der Adenbach sein. Der allerdings hatte der Bürgermeister unlängst ähnliche "Chancen" eingeräumt, wie einer neuen Fußgängerbrücke in Bachern, also gar keine.
Für die katholische Kirche berichtete der Pfarrverwaltungsratsvorsitzende Paul Radermacher über das derzeit laufende Festjahr zum 750-jährigen Bestehen der Laurentiuskirche. Radermacher stellte die Höhepunkte im Festkalender vor. Schon am kommenden Samstag gibt es für einen internen Festkommers so viele Anmeldungen, dass dieser von der Zehntscheuer in die Kirche veragert werden müsse. Die Kirche selbst wartet derzeit auf ihre Außenrenovierung. Hier zeigte sich Radermacher mit der Spendenbereitschaft der Bevölkerung hochzufrieden. Von den für die Umsetzung fehlenden 300.000 Euro seien in den vergangenen neun Monaten bereits 145.000 Euro gespendet worden. Noch ein Thema: die Pfarrei setzt sich für den Erhalt des Kindergartens am Kalvarienberg ein, aktuell sei man hier mit dem Kauf des Grundstücks beschäftigt, ein Vertragsentwurf liege bereits vor.
Begonnen hatte der Frühschoppen des Hutenfestes mit einer Erinnerung des Hutenmeisters Bernd Koll an die Wiederherstellung des Adenbachtores. Die Arbeiten liegen 45 Jahre zurück. 1973 wurde geplant, ein Jahr später fertiggestellt. "Das Projekt hat damals 75.000 D-Mark gekostet", erinnerte Koll an die Arbeiten am kleinsten der Ahrweiler Stadttore, das auch die Beinamen Nordtor, Winzertor oder Marientor trage. Die im Tor aufgestellte Statue sei von den Geschwistern Mesenich gestiftet worden, sprach der Hutenmeister über vergangene Tage. Auch Chronist Karl Heinen blickte zurück, nämlich auf das Geschehen im abgelaufenen Jahr, in dem die Hutengemeinschaft vor allem für die Betreuung ihrer 160 Seniorinnen und Senioren viel Zeit aufbrachte. Für diese vorrangige Aufgabe der Gemeinschaft stiftete der Heimatverein einmal mehr 600 Euro. Hans-Georg Klein überbrachte die Spende.

Studienfahrt des Heimatvereins „Alt-Ahrweiler e.V.“ nach Holland, rund ums Ijsselmeer

Der Heimatverein „Alt-Ahrweiler“ führt in der Zeit vom 12. Mai bis 17. Mai 2019 seine Studienfahrt durch. Ziel der Reise sind diesmal, die Städte Alkmaar, Enkhuizen, Edam mit Volendam, Hoorn und als Abschluss Haus Doorn (Exilsitz des letzten Deutschen Kaisers Wilhelm II.)

Reiseverlauf (Programmänderungen vorbehalten):
Sonntag, 12.05.2019
Anreise nach Heiloo

Der Morgen beginnt mit der Abreise ab Ahrweiler. Unterwegs werden wir mit einem, Frühstückspicknick verwöhnt. In Heiloo, einem Städten in der Nähe von Alkmaar beziehen wir dann nach der Ankunft unsere Zimmer im 4 Sterne Hotel „Fletcher “. Anschließend können wir dann den Ort erkunden, bevor wir gemeinsam das Abendessen im Hotel einnehmen.

AlkmaarMontag, 13.05.2019
Ausflug nach Alkmaar mit Stadtführung und Zeit zur freien Verfügung

Der heutige Tag beginnt nach dem Frühstück mit einer ausführlichen Stadtführung durch das nahegelegene Alkmaar, das für den Käsemarkt berühmt ist. Die bezaubernde nordholländische Stadt verfügt über ein schönes historisches Zentrum mit vielen sehenswerten Baudenkmälern wie der „Grote Sint Laurenskerk“ und dem berühmten Rathaus. Nette Einkaufsstraßen sowie zahlreiche Gasthäuser, Restaurants und gemütliche Terassencafés laden geradezu zum Verweilen ein. Der Nachmittag ist zur freien Verfügung. Abendessen im Hotel Fletcher in Heiloo.
 

EnkhuizenDienstag, 14.05.2019
Ausflug nach Enkhuizen mit Besuch des Zuiderseemuseums und Zeit zur freien Verfügung

Heute besuchen wir das pittoreske Städtchen Enkhuisen. Im 17. Jahrhundert zählte es zu den wohlhabendsten Städten der Niederlande. Die reiche Geschichte lässt sich an den vielen malerischen Häusern der Innenstadt, den Kanälen, Kirchen, Stadtmauern und Häfen ablesen. Besonderes Augenmerk richten wir am heutigen Tag auf das Zuiderseemuseum. Hier können wir die liebevoll gestalteten, hier im Freilichtmuseum wieder aufgebauten historischen Gebäude bewundern; Hauptthemen sind das Leben am Wasser, das Handwerk und die Lebensgemeinschaften. Anschließend erkunden wir die alte Stadt Enkhuizen auf eigene Faust. Das Abendessen erwartet uns im Hotel Fletcher in Heiloo.
 

EdamMittwoch, 15.05.2019
Ausflug nach Edam mit Stadtführung und Besichtung einer Käserei- und Holzschuhmanufaktur in Volendam

Heute besuchen wir nach dem Frühstück die alte Käsestadt Edam. Während der Stadtführung schlendern wir durch die Gassen der Stadt, gehen über hölzerne Zugbrücken und enge Kanäle, die uns an romantischen Häusern vorbeiführen werden und erfahren alles Wissenswerte über die schöne Stadt. Im Anschluss fahren wir dann ins nahe gelegene Volendam. Hier haben wir Gelegenheit in eigener Regie durch die Käserei und Holzschuhmacherei zu gehen. Wir können einen Blick hinter die Kulissen werfen, wie hervorragender Käse gemacht wird und wie die berühmten Holzschuhe hergestellt werden. Den Tag beschließt das Abendessen im Hotel Fletcher in Heiloo.
 

HoornDonnerstag, 16.05.2019
Ausflug nach Hoorn mit Stadtführung und Zeit zur freien Verfügung

Gut gestärkt fahren wir heute nach dem Frühstück zur Stadt Hoorn, die direkt am Markenmeer, einem Teil des ijsselmeers gelegen ist. Bei einer ausführlichen Stadtführung tauchen wir in die Geschichte der Stadt ein, die einiges zu bieten hat. Im alten Zentrum und am Hafen, mit dem mächtigen Hoofdtoren, scheint es, als hätte die Zeit stillgestanden. Der besondere Flair der Stadt rührt von der mächtigen „Vereinigten Ostindischen Kompanie“ im 17. und 18. Jahrhundert her. In dieser Zeit fuhren die prachtvollen Schiffe hier ein und aus. Der Nachmittag ist zur freien Verfügung, das Abendessen nehmen wir wieder im Hotel Fletcher in Heiloo ein.
 

Huis DoornFreitag, 17.05.2019
Besuch von Huis Doorn und Rückreise

Heute heißt es Abschied nehmen vom den schönen holländischen Städten. Wir treten die Heimreise nach dem Frühstück an. Ein Trostpflaster für uns ist aber noch der Besuch in Haus Doorn, dem Exilsitz des letzten Deutschen Kaisers Wilhelm II. Er kaufte das kleine Schloss im Jahre 1919 und richtete es mit Möbeln, die er aus den Berliner Schlössern kommen ließ, liebevoll ein. Es ist kurios zu sehen wie ein ehemaliger Monarch, der einstmals über 50 Schlössern sein Eigentum nannte, auf so kleinem Grundriss seinen Ruhesitz gestaltete. Lassen sie sich überraschen vom Flair des Kleinods. Nach der Innenbesichtigung kann man noch in den Park oder es sich im Restaurant-Café „Orangerie“ gut gehen lassen. Von dort aus hat man einen herrlichen Ausblick auf das Schlösschen und den Park. Mit vielen schönen Eindrücken kehren wir anschließend ins Ahrtal zurück.
 

Leistungen:

• Fahrt im modernen Fernreisebus mit WC, Klimaanlage und Bordbar
• Frühstückspicknick am Anreisetag
• 5 x Übernachtung im 4* Hotel Fletcher in Heiloo
• 5 x Frühstücksbuffet
• 5 x Abendessen im Rahmen der Halbpension im Hotel
• Stadtführung in Alkmaar
• Stadtführung in Edam
• Besuch einer Käserei und Holzschuhmanufaktur
• Stadtführung in Hoorn
• Eintritt und Führung im Zuiderseemuseum in Enkhuizen
• Eintritt und Führung im Huis Doorn in Doorn

Reisepreis: 725, -- Euro pro Person im Doppelzimmer /Einzelzimmerzuschlag 115,-- Euro
Reiseleitung: Vorstandsmitglied Karl Heinen
Anmeldungen bitte beim Reisebüro „Alfredo Reisen“ Johanniswall 55/Ecke Altenbaustraße am Durchbruch, Tel.: 02641/900225